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Erste Professur für Spiritual Care ökumenisch besetzt
„Die Forschungsarbeiten am Lehrstuhl für Palliativmedizin der LMU haben in den letzten Jahren die große Bedeutung existenzieller und spiritueller Fragen in der Begleitung schwerstkranker und sterbender Patienten und ihrer Familien, aber auch für die Professionellen im Gesundheitswesen herausgearbeitet“, informiert die Ludwig-Maximilian-Universität (LMU). Es habe nachgewiesen werden können, dass die Patienten Gespräche über existenzielle und spirituelle Themen sehr gerne auch mit ihren betreuenden Ärzten führen, da sie sich dann als ,ganze Menschen‘ gesehen und gewürdigt fühlten.
Ein Leitfaden für solche Gespräche sei von Mitgliedern der interfakultären Arbeitsgruppe „Medizin und Spiritualität“ der LMU, die sich seit mehreren Jahren mit diesem Themen beschäftigt, entwickelt und publiziert. „Ausgehend von diesen Ergebnissen wurde eine Stiftungsprofessur für Spiritual Care an der LMU vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft bewilligt – die erste ihrer Art in Deutschland“, informiert die Universität.
Die vierte Stiftungsprofessur am IZP
Die Professur wird ökumenisch zu je 50 Prozent besetzt durch den evangelischen Theologen Traugott Roser und den katholischen Theologen Eckhard Frick. Roser ist evangelischer Theologe, der über das Fachgebiet Spiritual Care an der LMU habilitiert hat und seit vielen Jahren in der Krankenhausseelsorge mit den Schwerpunkten Palliativmedizin und Kinderpalliativmedizin tätig. Eckhard Frick ist Facharzt für Psychosomatische Medizin, Psychiater und Psychoanalytiker sowie Theologe und Philosoph.
Die Professur für Spiritual Care, die an der Medizinischen Fakultät in Kooperation mit der Evangelisch-Theologischen und der Katholisch-Theologischen Fakultät eingerichtet wird, ist die insgesamt vierte Stiftungsprofessur am Interdisziplinären Zentrum für Palliativmedizin (IZP) des Klinikums der LMU.
Quelle: Ludwig Maximilian Universität

