Die bayerische Kirche will sich auch künftig als verlässlicher Partner in der weltweiten kirchlichen Zusammenarbeit einbringen. Dies versprach Landesbischof Dr. Johannes Friedrich am Rande der Konsultation der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern mit ihren Partnerkirchen aus Afrika, Asien, Lateinamerika und Papua-Neuguinea. Deshalb sollen auch weiterhin Treffen zwischen Kirchenleitungen ebenso wie zwischen Gemeinden unterstützt werden. Ende November fand im Centrum Mission EineWelt in Neuendettelsau erstemals eine Gesamtkonsultation aller 16 Partnerkirchen mit der bayerischen Kirche statt.
Mit Blick auf die Partnerkonsultation sagte Friedrich, es sei notwendig, sich gegenseitig auszutauschen, um zu neuen Einsichten zu kommen und alte Gewohnheiten zu überdenken. Dieser Perspektivwechsel sei eine große Chance der Partnerschaft.
Oberkirchenrat Michael Martin zufolge, sollen die Partnerschaften auf der Konsultation weiter entwickelt werden. „Wir können gemeinsam nach Antworten suchen auf die Herausforderungen von Globalisierung und Säkularisierung“, unterstrich Martin, der als Leiter der Ökumene- und Partnerschaftsarbeit der bayerischen Landeskirche für die Konsultation verantwortlich ist. Gleichzeitig warb er für eine gegenseitige „kritische Partnerschaft“, um miteinander auf Augenhöhe zu arbeiten.
Alex Malasusa, neuer Leitender Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Tansania, hob die lange afrikanisch-bayerische Zusammenarbeit hervor: „Die bayerische evangelisch-lutherische Kirche hat nie aufgehört, uns zu unterstützen“, sagte Malasusa mit Blick auf die Herausforderungen Afrikas wie Armut, Bürgerkrieg, Klimawandel und Aids. Gleichzeitig würdigte er den unermüdlichen Einsatz der ökumenischen Mitarbeiter, denen das Christentum in Afrika zu verdanken sei.
Kirchenpräsident Dr. Walter Altmann von der brasilianischen Evangelischen Kirche Lutherischen Bekenntnisses benannte die Globalisierung als eine der größten weltweiten Herausforderungen. Trotz vieler positiver Entwicklungen habe sie auch eine größere Ungerechtigkeit in der Welt gebracht. „Es stimmt unglaublich traurig, dass in Zeiten von großem wissenschaftlichen Fortschritt die UN-Millenniums-Ziele zur Halbierung der Armut in der Welt wahrscheinlich nicht erreicht werden“, sagte Altmann.