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EKD verleiht in Nürnberg Martin-Luther-Medaillen 2010 - Auszeichnung für Rektorin der Albertville-Realschule Winnenden

(c) EKD

Die Realschulrektorin Astrid Hahn erhält die Auszeichnung für ihren Einsatz zum Wohl der Schüler und der Schule nach dem Amoklauf vom März 2009, als ein 17-Jähriger 16 Menschen tötete. Weitere Luther-Medaillen gehen an die Unternehmerin Barbara Lambrecht-Schadeberg aus Krombach (Siegerland) und Cornelia Schäfer, Leiterin der Evangelischen Grundschule Erfurt.

Barbara Lambrecht-Schadeberg legte 1994 den Grundstock für eine nach ihr benannte Stiftung für evangelische Bildung und Erziehung. Cornelia Schäfers Grundschule in Erfurt ist eine Ganztagesschule mit reformpädagogischer Ausrichtung und jahrgangsübergreifendem Unterricht. Besonderer Wert wird laut EKD auf die Integration behinderter Schüler gelegt.

Die Laudatio auf die Preisträgerinnen hält der Vizepräses der EKD-Synode und ehemalige bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein gemeinsam mit seiner Frau Marga. Mit der Martin-Luther-Medaille will die EKD bis zum 500. Reformationsjubiläum 2017 jährlich herausragendes Engagement für den deutschen Protestantismus würdigen. Bisherige Preisträger waren der Theologe und Liedermacher Klaus-Peter Hertzsch (2008) und Altbundespräsident Richard von Weizsäcker (2009).

Über die Bedeutung der Bildung für den Protestantismus spricht am gleichen Abend bei der Reformationsfeier in der Nürnberger Sebalduskirche, Sebalder Platz, der bayerische Landesbischof Johannes Friedrich. Sein Thema: "Eine Ahnung von der Faszination des Humanismus – Philipp Melanchthons Einsatz für die Nonne Caritas und den Rabbi Josel". Der Gottesdienst in St. Sebald beginnt um 19 Uhr. In St.Lorenz geht es um 20 Uhr weiter.