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Eigene Stiftung für Seelsorge in Oberfranken
Auslöser für Greiners Überlegungen war die Streichung der landeskirchlichen Mittel für eine halbe Theologenstelle der Bayreuther Telefonseelsorge. Damit war der finanzielle Sonderstatus dieser Einrichtung beendet. Die evangelische Oberhirtin will nun eine unabhängige finanzielle Basis für ein Seelsorgenetz in Oberfranken schaffen. Neben der Telefonseelsorge sollen auch die Krankenhaus-, die Gemeinde- und die Notfallseesorge sowie die Seelsorge hinter Gefängnismauern von ihrer Initiative profitieren.
"Mit der Stärkung der Seelsorge in allen Dimensionen wollen wir dem Auftrag Jesu gerecht werden", so die Regionalbischöfin. Sie hat nach eigener Aussage bei einer Reihe oberfränkischer Dekanate eine große Spendenbereitschaft vorgefunden. Sie hofft nun auf Zustiftungen und steuerbegünstigte Vermächtnisse für diesen guten Zweck. Auch Menschen mit Distanz zur Amtskirche könnten sich nach ihrer Erwartung für dieses Projekt gewinnen lassen.
Der Bedarf an Seelsorge sei weit höher, als die Kirche erfüllen könne. Als Beispiel für gegenwärtige Defizite führt Dorothea Greiner den Krankenhausbereich an, der ihr besonders am Herzen liege. Seelsorge sei nach wie vor bei vielen Menschen höchst willkommen. "Zwar geschieht diese stille Arbeit von Mensch zu Mensch meist im Verborgenen, aber ihre Wirkung ist groß."
Quelle: epd

