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Diakonie startet Herbstsammlung
„Wohnungslosigkeit ist oft die Folge von längerfristigen Verarmungs- und Ausgrenzungsprozessen benachteiligter Menschen. Auslöser können unvorhergesehene kritische Lebensereignisse wie Verlust des Arbeitsplatzes, gescheiterte Selbständigkeit, Krankheit, Tod des Partners oder Scheidung sein“, erklärt der Präsident der bayerischen Diakonie, Dr. Ludwig Markert, anlässlich der Eröffnung der Herbstsammlung in Nürnberg, die vom 11. bis 17. Oktober in ganz Bayern stattfindet.
Wohnungslose oder von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen lebten häufig sozial isoliert und hätten große Probleme, ihre Rechte und Ansprüche auf Unterstützung und Hilfe wahrzunehmen. „Die gesundheitliche Situation vieler wohnungsloser Menschen ist schlecht, der Zugang zur Gesundheitsversorgung ist schwierig und mit hohen Hürden versehen. Psychische Probleme und die Flucht in Alkohol und Drogen verschärfen häufig das Leid der Betroffenen.“
Perspektiven für ein eigenständiges Leben
Die Diakonie hilft Menschen, die ohne Hab und Gut am Rand der Gesellschaft in Notunterkünften gestrandet sind oder ohne ein Dach über dem Kopf schutzlos auf der Straße leben. Die Hilfsangebote sind vielfältig. Zu den rund 70 Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe gehören unter anderem Kurzzeitübernachtungsmöglichkeiten und Notquartiere, Tagesaufenthalte und Wärmestuben, die Bahnhofsmissionen sowie ambulante Fachberatungsstellen, Beratungsstellen speziell für Frauen, sowie Straßensozialarbeit.
Das Ziel der Diakonie ist es laut Markert, die betroffenen Personen bei der Wiedereingliederung in die Gesellschaft zu unterstützen und Perspektiven für ein eigenständiges Leben zu entwickeln. Zu den Hilfen der Diakonie, die aus den Mitteln der Sammlung unterstützt werden, zählen die Vermittlung von Unterkunft und Hilfen zu Arbeit und Beschäftigung, die Sicherstellung medizinischer Versorgung und professioneller Beratung in akuten existenziellen Notlagen.
2009 erbrachte die Herbstsammlung knapp 1 Million Euro!
Für diese Angebote für Wohnungslose und andere diakonische Leistungen bittet das Diakonische Werk Bayern anlässlich der Herbstsammlung vom 11. bis 17. Oktober 2010 ganz herzlich um Hilfe. 70 Prozent der Spenden verbleiben direkt im Dekanatsbezirk zur Förderung der diakonischen Arbeit vor Ort. 30 Prozent der Spenden werden vom Diakonischen Werk Bayern für die Projektförderung in ganz Bayern eingesetzt.
Im Jahr 2009 erbrachte die Herbstsammlung knapp 1 Million Euro, im Mittelpunkt der Sammlung standen Angebote für Alleinerziehende.
20 Prozent der Spenden verblieben in der jeweiligen Kirchengemeinde am Ort, weitere 45 Prozent im zuständigen Dekanatsbezirk. Die restlichen 35 Prozent der Spenden wurden vom Diakonischen Werk Bayern für Projektförderungen in Bayern verteilt.
Spendenkonto: 5 222 222 bei der Evangelischen Kreditgenossenschaft eG., BLZ 52060410, Stichwort: HS 2010, Spendenhotline Tel.: 0900 – 11 21 21 0 (gebührenfrei aus dem deutschen Festnetz)
Im Vorfeld zur Herbstsammlung der Diakonie laufen spannende Aktionen. Da bekommen etwa Obdachlose in Nürnberg am Samstag, 9. Oktober, ihr Mittagessen vom evangelischen Regionalbischof Stefan Ark Nitsche serviert. Gemeinsam mit dem bayerischen Diakoniepräsidenten Ludwig Markert leistet Nitsche einen Vormittag lang Aushilfsarbeiten in der ökumenischen Wärmestube, wie das Diakonische Werk am Mittwoch mitteilte. Die beiden helfen bei der Essenausgabe und in der Kleiderkammer.
Zur Eröffnung der Herbstsammlung findet zudem am Sonntag, 10. Oktober, in St. Sebald in der Sebalduskirche, Winklerstraße 26, in Nürnberg ein großer Diakoniegottesdienst statt, in dessen Mittelpunkt abermals Regionalbischof Nitsche und Diakoniepräsident Markert stehen: Die beiden Herren gestalten eine lebendige Dialogpredigt. Beginn ist um 10 Uhr.

