Pressemitteilung vom 13.02.2004

"Nein zur Tötung von Embryonen zu Forschungszwecken"
Stellungnahme des Landesbischofs Dr. Johannes Friedrich zum Klon-Experiment in Südkorea

München. "Menschliches Leben ist vom frühest möglichen Zeitpunkt an absolut zu schützen. Eine Tötung von Embryonen zu Forschungszwecken verbietet sich aus ethischen Gründen. Sie widerspricht der Würde des Menschen, die jedem menschlichen Wesen unabhängig von seinem Entwicklungsstand ungeteilt zukommt.

Nach wie vor betone ich meine Haltung, dass der Weg des Klonens von menschlichen Embryonen - egal für welchen Zweck - ethisch nicht zu rechtfertigen ist. Die Vernichtung von Embryonen, wie sie das "therapeutische Klonen" voraussetzt, bedeutet die Vernichtung menschlichen Lebens.

Freiheit von Forschung und Wissenschaft ist ein hohes Gut, dass im Sinne der christlichen Tradition ausdrücklich bejaht wird. Diese Freiheit kann aber nur dann verantwortlich genutzt werden, wenn die Würde des Menschen unantastbar bleibt und verbindliche Grenzen für den Lebensschutz gelten.

Mit Nachdruck werde ich mich weiterhin für eine Ächtung des Klonens jeder Art einsetzen. Ich bedauere außerordentlich, dass die bisher gestarteten Initiativen in diese Richtung bislang noch zu keinem Ergebnis gekommen sind."

Andrea Seidel, Kirchenrätin
Pressesprecherin der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern

13.02.2004


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