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Bayerische Landessynode mit Festgottesdienst eröffnet

(c) EKD

Christen, so bekräftigte Altbischof Wolfgang Huber in seiner Predigt beim Eröffnungsgottesdienst im Rahmen der aktuell laufenden Herbsttagung der bayerischen Landessynode in Neu-Ulm, müssten sich für eine Ordnung der Wirtschaft einsetzen. "Eigennutz und Gemeinwohl" dürften "nicht endlos auseinander klaffen", betonte der ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD); das Gemeinwohl dürfe nicht auf dem "Altar des Gewinnstrebens" geopfert werden.

Die soziale Marktwirtschaft muss nach Überzeugung Hubers im "Geist der Nachhaltigkeit" weiter entwickelt werden. Dazu gehöre auch, dass sich die Grundsätze verantwortlicher Unternehmensführung im globalen Engagement bewähren. Auf diese Weise könne die Soziale Markwirtschaft in Deutschland zu einer international gerechten Wirtschaft führen.

Neben den von Huber bereits im Eröffnungsgottesdienst angesprochenen wirtschaftsethischen Fragen wird der landeskirchliche Haushalt mit einem Volumen von 740 Millionen Euro ein Schwerpunkt der Synodaltagung sein. Außerdem muss sich das Kirchenparlament der 2,6 Millionen bayerischen Protestanten mit 85 Anträgen und Eingaben aus der kirchlichen Basis, den 1530 bayerischen Gemeinden, befassen. Kontroverse Diskussionen werden zu Anträgen erwartet, ob homosexuelle Pfarrer und Pfarrerinnen gemeinsam im Pfarrhaus wohnen dürfen.

Die Tagung der Landessynode dauert bis einschließlich Donnerstag, 25. November.

Lesen Sie hier die Eröffnungspredigt zur Herbsttagung der bayerischen Landessynode in Neu-Ulm von Altbischof Wolfgang Huber!