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Baden für die Bildungsgerechtigkeit
Mit einem winterlichen Protestbad unter freiem Himmel hat die Evangelische Jugend Oberfranken am Wochenende in Bayreuth für mehr Bildungsgerechtigkeit demonstriert. Unter dem Motto "Bevor die Bildung baden geht, gehen wir baden" nahmen rund 40 Unterstützer, darunter auch Pfarrer und Diakone, bei Schneetreiben und Temperaturen um den Gefrierpunkt ein kaltes Bad in einem Swimmingpool, der in der Bayreuther Fußgängerzone aufgebaut war. Die Aktion fand im Rahmen der landesweiten Kampagne der Evangelischen Jugend Bayern "gerecht - Aufbruch für Gerechtigkeit" statt.
Kaum noch Zeit für Engagement
"Wir sind seit Jahren daran, für eine gerechte Bildung einzutreten - die Politik ist leider nur noch nicht so weit, diese Stimme zu hören", sagte der Vorsitzende der Evangelischen Jugend in Bayern, Michael Thiedmann. Kritik übte er unter anderem an einem völlig überfüllten Lehrplan an vielen Schulen, der kaum noch Zeit für Freizeitaktivitäten etwa in Vereinen lasse: "Kinder und Jugendliche werden mit Lehrstoff zugemüllt, und manche von ihnen zerbrechen unter diesen Anforderungen." Auch könnten sich viele junge Leute wegen der Studiengebühren in Bayern kein Universitätsstudium leisten, ohne sich das Geld dafür durch einen Job zu verdienen.
Platz nehmen auf dem "unbequemen Sofa"
Kritischen Fragen stellte sich der Vorsitzende der FDP-Fraktion im Bayerischen Landtag, Thomas Hacker (Bayreuth), auf dem "Unbequemen Sofa", das als symbolische Interview-Plattform die laufende Gerechtigkeitskampagne der Evangelischen Jugend Bayern begleitet. Mit ihrer im Oktober gestarteten Kampagne will die Evangelische Jugend Ungerechtigkeit beim Namen nennen und sich nachhaltig für Veränderungen einsetzen. "Junge Menschen erheben gemeinsam ihre Stimme für Gerechtigkeit - laut, klar und kreativ", so die Initiatoren. In ganz Bayern sollen dazu noch bis Juni zahlreiche Aktionen und Veranstaltungen stattfinden.
Quelle: epd


