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Amt für Gemeindedienst feiert Jubiläum

(c) www.afg-elkb.de

Sie sind Kirchenvorsteher, Kindergottesdienstgestalter, Gemeindebriefredakteur, Altenheimseelsorger. Sie setzen sich für ein lebendiges Miteinander von Kirche und Gemeinde ein, sowohl haupt- und nebenamtlich, als auch ehrenamtlich. Und sie alle haben einen gemeinsamen Ansprechpartner, der ihre Kompetenz fördert und ihren Austausch untereinander stärkt: das Amt für Gemeindedienst (afg) der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern.
Mit Wirkung vom 1. August 1935 wurde das "Volksmissionarische Amt der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche in Bayern rechts des Rheins" ins Leben gerufen. Am heutigen Donnerstag, 24. Juni, ist es genau 75 Jahre her, dass die Gründung des afg im kirchlichen Amtsblatt bekannt gegeben wurde. Mit der Gründung als "Volksmissionarisches Amt" im Jahr 1935 wollte die Kirchenleitung die Gemeinden gegen die Versuche der Nationalsozialisten immunisieren, das Christentum in eine an die NS-Ideologie angepasste völkische Religion umzufunktionieren.

„Sprachfähigkeit des Glaubens stärken“

Heute finden sich zahlreiche Arbeitsbereiche unter dem Dach des Amtes in der Nürnberger Südstadt, darunter die Kinderkirche, die Männerarbeit, die Campingplatz-Seelsorge, die Fortbildung von Kirchenvorstehern und die Begleitung von Hauskreisen. "Wir möchten einen Beitrag für eine lebendige und einladende Kirche leisten", sagte Amtschef Reiner Appold dem epd.
Einen besonderen Schwerpunkt bildet die Hilfestellung für die Gemeinden bei der Gewinnung und Fortbildung ehrenamtlicher Mitarbeiter. "Meine Sorge ist, dass die Kirche beim Wettstreit der gesellschaftlichen Gruppen um das Ehrenamt ins Hintertreffen gerät", sagte Appold. Wer zum Engagement bereit sei, wolle mit seinen Erfahrungen, Fähigkeiten und Ideen ernst genommen werden. Wenn die Kirche dem nicht entgegenkomme, sei sie für bürgerschaftlich Engagierte nicht mehr attraktiv. Appold: "Dieses Problem brennt den Gemeinden auf den Nägeln."

Eine Urkunde für ehrenamtlich Engagierte

Als weitere Kernaufgabe nannte Appold Mission und Evangelisation. Um die "Sprachfähigkeit des Glaubens zu stärken" entwickelt das Amt derzeit für die Computergeneration einen Online-Glaubenskurs. Auch den Umgang mit herkömmlichen Print-Medien können Kirchenmitarbeiter von der Nürnberger Dienstleistungszentrale lernen. Sie veranstaltet Kurse für die Gestaltung von Gemeindebriefen, Schaukästen und Plakaten. Dazu bietet das afg den „Ehrenamtsnachweis Bayern“ an: eine Urkunde, die das Engagement Einzelner oder Gruppen dokumentiert, zu den mehr als 140 000 Menschen gehören, die sich innerhalb der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern ehrenamtlich engagieren. Nähere Informationen zum „Ehrenamtsnachweis Bayern“ dazu gibt es hier! Allgemeine Informationen zum afg gibt es hier!   Die 38 Beschäftigten des Amtes feiern das Jubiläum am heutigen Donnerstag zusammen mit ehemaligen Mitarbeitenden, Freunden und Weggenossen mit einem Gottesdienst um 15 Uhr in der Christuskirche in Nürnberg-Steinbühl. Prediger ist der Münchner Oberkirchenrat Michael Martin.