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Aktion "Gott sei Dank Brot" startet in Oberfranken

Regionalbischöfin Dr. Dorothea Greiner und Regionaldekan Thomas Teuchgräber bei der Präsentation des "Gott sei Dank Brotes"; (c) Wolfgang Lammel

"Gott sei Dank" steht in großen Lettern auf den nach regionalen Rezepten gebackenen Broten, die seit Montag, 26. September, wieder Oberfrankens Bäckerregale füllen. Zum vierten Mal haben der Kirchenkreis Bayreuth, die Erzdiözese Bamberg und die oberfränkische Handwerkskammer die Aktion "Gott sei Dank Brot" gestartet, um damit an den Wert des Brotes und an das bevorstehende Erntedankfest zu erinnern.

Regionale Rezepte und Gebetskärtchen

Nahezu 100 oberfränkische Bäckereien beteiligen sich daran - ein Rekord, wie  Thomas Zimmer, Präsident der Handwerkskammer Oberfrankens betont. Noch nie hätten so viele Bäckerbetriebe nach speziellen regionalen Rezepten Brote gebacken, sie mit einer Banderole umgeben und Gebetskärtchen in ihren Läden ausgelegt. Auch zahlreiche Kirchengemeinden und kirchliche Verbände begleiten mit Gottesdiensten und besonderen Veranstaltungen die Aktion.

Die Idee, mit speziellen Broten auf die Qualität und Bedeutung heimischer Produkte hinzuweisen, wurde 2007 von dem evangelischen Netzwerk „Gemeinsam für die Region“ zusammen mit der Evangelischen Jugend in Oberfranken entwickelt und umgesetzt. Oberfranken sei die richtige Region für eine solche Initiative, betonte Bayreuths Regionalbischöfin, Dr. Dorothea Greiner bei der Präsentation des Brotes in einer Bayreuther Bäckerei. "Die Oberfranken sind Menschen mit bodenständiger Esskultur. Ihre Liebe zum Landstrich geht durch den Magen."

Gegen "Pfennigfuchserei beim Einkaufen"

Die Regionalbischöfin lobte die tiefe Frömmigkeit in zahlreichen oberfränkischen Handwerksbetrieben. „'Bete und arbeite' ist nicht nur benediktinische Lebensregel, sondern auch die vieler Handwerker." Umgekehrt stünden die Kirchen hinter der heimischen Produktion. "Wir möchten nicht, dass überregional operierende Ketten, einen im Ort seit Generationen geführten Betrieb verdrängen", betonte die Regionalbischöfin. "Das steuern wir auch durch unser Einkaufsverhalten." Greiner wehrte sich gegen eine "Pfennigfuchserei beim Einkaufen", die zu einer Verarmung der Esskultur führe. Freilich verfolge die Kirche auch noch ein anderes Ziel: "Wir möchten, dass wieder mehr Menschen Gott „Danke“ sagen, gerade für das Brot."

Den Abschluss der Aktion "Gott sei Dank"-Brot bildet ein Gottesdienst in Bamberg am Samstag, 19. November.