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Christen im Irak am Scheideweg

(c) Oekumene Referat

Während ihres Besuchs verschiedener christlicher Dörfer in der „Niniveh“-Ebene, einer fruchtbaren Ebene nördlich der Stadt Mosul im Norden des Irak am rechten Ufer des Tigris und rund 350 Kilometer nördlich von Bagdad, sei den kirchlichen Vertretern aus Deutschland und der Schweiz einmal mehr der innere Konflikt dort lebender Christen bewusst geworden, so Thomas Prieto Peral:

„Sie treten ein für eine Teilautonomie dieser Niniveh-Ebene, um als Christen dort geschützt leben zu können. Geichzeitig zementieren sie damit das Denken, das ihnen so viel Leid in der Geschichte beschert hat: die ethnische Zuordnung bestimmter Regionen und die Unfähigkeit, Demokratie religions- und volksübergreifend zu denken – im Prinzip das alte ,Millet‘-Denken aus dem osmanischen Reich“, informiert der Kirchenrat in der aktuellen Ausgabe des „Ökumene-Rundbriefes“.

„Es fehlen die Initiativen zum inneren Aufbau einer Zivilgesellschaft“

Ziel der achttägigen Reise, die die kirchlichen Vertreter Ende Juni unternommen hatten, war der Besuch von Hilfsprojekten und das Suchen politischer Gespräche, „um eine Einschätzung über die Lage und die Hilfsmöglichkeiten zu bekommen“, so Prieto Peral. Neben dem Abstecher in die „Niniveh-Ebene“ gehörte auch der Besuch in einem Flüchtlingsdorf namens „Haswresk“ zum Programm, in dem der Grundstein für eine vor allem von der ELKB und der Landeskirche Württemberg neue Kirche gelegt wurde.

Bei allen Begegnungen seien gegenseitiges Interesse, Respekt und freundliche Zugewandtheit spürbar geworden, so Prieto Peral – gleichwohl auch die noch immer mehr als schwierige Situation der Christen im Irak, die bewusst werden ließ: „Kontrolle allenthalben soll Sicherheit gewährleisten. Es fehlen die Initiativen zum inneren Aufbau einer Zivilgesellschaft. Die Mündigkeit des Bürgers ist kein Thema von Politik und Geistlichkeit.“

Lesen Sie hier den ganzen Artikel „Christen im Irak am Scheideweg“ in der aktuellen Ausgabe des Ökumene-Rundbriefes!