Pressemitteilung vom 22.04.2006
Für den Glauben protestieren!
Landesbischof Dr. Johannes Friedrich zum Thema religiöse Karikaturen
Sich im Alltag zum eigenen Glauben bekennen, auch wenn dies mit Unannehmlichkeiten verbunden ist: Dafür plädierte am Sonntag Landesbischof Dr. Johannes Friedrich in seiner Predigt zur Wiedereinweihung der Marktkirche im ostbayerischen Ortenburg. Wir sollten „protestieren, wenn jemand glaubt, seine Fortschrittlichkeit dadurch zu beweisen, dass er Personen zu Witzfiguren macht, die anderen Menschen für ihren Glauben wichtig sind: ob dies nun Mohammed für Muslime oder der Papst für Katholiken ist“, forderte das geistliche Oberhaupt von 2,7 Millionen bayerischen Protestanten.
„Ausdrücklich müssen wir protestieren, wenn der Inbegriff unseres Glaubens, der gekreuzigte Christus, lächerlich gemacht, dessen Leiden in Anzeigen herabgewürdigt wird“, so der Landesbischof weiter. Mit diesen Worten wandte sich Friedrich, der auch Leitender Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) und Mitglied im Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ist, gegen die Werbung für die geplante Papst-Comic-Serie eines Privatsenders.
Nach Beschwerden von katholischer und EKD-Seite beim Deutschen Werberat hat der Sender die Anzeigen zurückgezogen – ob die Serie wie geplant gesendet werden wird, ist derzeit noch offen. Vorerst soll nur eine Folge der Serie ausgestrahlt werden.
Susanne Hassen, Pressesprecherin
München, den 22. April 2006

