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Mit Fantasie gegen den Hunger in der Welt
Diakoniepräsident Markert sagte in seiner Predigt, durch direkte weltweite Kontakte mit den Menschen vor Ort würden Fantasie, Kreativität und Engagement von Initiativen und Dorfkomitees gefördert. In 1.039 weltweit unterstützten Projekten allein im vergangenen Jahr habe die Aktion Menschen in Afrika, Asien und Südamerika zu einem menschenwürdigen Leben verholfen. "Wir könnten uns als Christen nicht zurücklehnen, wenn die Menschen dieser Welt hungern", betonte er. Allein in Bayern wurden bei der Adventssammlung 2009 rund 8,2 Millionen Euro gespendet.
In diesem Jahr ist laut Markert der Untergang von ganzen Landstrichen im Pazifik besonders im Blickfeld, verursacht durch einen fahrlässigen Umgang mit der Natur. Die Kirche könne in Krisengebieten kompetent und zeitnah aktiv sein, ohne auf Gewinne zu schielen. Der Diakoniepräsident berichtete vom Beispiel Bangladesh, wo bei Projekten der dortigen christlichen Kirche ganz gezielt auch muslimische Familien zur Stärkung des sozialen Friedens in den Dörfern einbezogen wurden.
Spenden in Höhe von 54,7 Millionen Euro
Auch Regionalbischöfin Greiner verwies in ihrem Grußwort ebenfalls auf Bangladesh. "Die Saat der Gerechtigkeit ist hier beim Volk der Garo aufgegangen", sagte sie. Zwar habe der Staat Kleinbauern ihr Land genommen und ihnen damit die Lebensgrundlage entzogen, die Kirche habe jedoch in einer Gegenbewegung mit Hilfe von Kleinkrediten und gezielter Wissensvermittlung neue Lebensperspektiven für sie geschaffen.
Nach dem Festgottesdienst wurde in Kulmbachs Bayerischem Brauerei- und Bäckerei-Museum die Fotoausstellung "Bangladesh – eine Saat geht auf" eröffnet. In Kooperation mit der Bäckerinnung verkauften Kulmbacher Konfirmanden Brote zugunsten der Spendenaktion, die von allen evangelischen Landeskirchen sowie zahlreichen Freikirchen getragen wird. Das Hilfswerk "Brot für die Welt" nahm im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben Spenden in Höhe von 54,7 Millionen Euro ein.

