Pressemitteilung vom 24.04.2009
Gut ausgerüstet ins Amt als Regionalbischof
Landesbischof Friedrich und Synodalpräsidentin Deneke-Stoll zur Einführung von Christian Schmidt als neuem Regionalbischof im Kirchenkreis Ansbach-Würzburg
Eine vorbildliche Gestaltung von Gottesdiensten, bibel- und bekenntnisorientierte Predigten, sowie die seelsorgerliche und geistliche Betreuung der Mitarbeitenden gehören zu den wichtigsten Aufgaben eines Regionalbischofs. Das sagte Landesbischof Johannes Friedrich
heute in seiner Ansprache bei der Einführung von Christian Schmidt als neuem Regionalbischof des Kirchenkreises Ansbach-Würzburg in der Würzburger St. Johanniskirche. Schmidt gehe „gut ausgerüstet“ in sein neues Amt, da er als Dekan bereits Leitungserfahrung gesammelt habe, durch seine mehrjährige Tätigkeit im Gottesdienstinstitut und viele Veröffentlichungen Kompetenz in Sachen Gottesdienstgestaltung und Predigtlehre bewiesen habe und mit seinem Wirken als Prior des in benediktinischer Tradition stehenden „Evangelischen Konvents Kloster Heilsbronn“ auch seine ökumenische Ausrichtung gezeigt habe.
Kirche müsse genau hinsehen auf das, was die Menschen bewegt, so die Synodalpräsidentin Dorothea Deneke-Stoll in ihrem Grußwort. Wichtig sei ein angemessenes Verhältnis von „althergebrachten Formen“ und neuen Lieder, Gebeten und Liturgien. Kirchliches Leben dürfe
sich durchaus in bunter Vielfalt präsentieren, so Deneke-Stoll, doch die Mitte allen kirchlichen Reden und Handelns müsse die frohe Botschaft von der befreienden Liebe Gottes bleiben. Die Botschaft müsse so „verkündet und gelebt“ werden, dass sie bei den „Menschen in ihren unterschiedlichen Lebensbezügen vor Ort“ auch ankomme, betonte die Synodalpräsidentin.
Vertrauen zwischen Menschen ist möglich, da sich in Christus Gott als ein „vertrauenswürdiger, menschensuchender Gott“ gezeigt habe, so der neue Regionalbischof Christian Schmidt in seiner Einführungspredigt. Die anwesenden Gemeindeglieder ermutigte Schmidt, füreinander „zum Hirten zu werden“. Wer selbst „kapiert“ habe, dass der ewige Gott ihn in Christus gesucht und gefunden habe, „dem können die anderen nicht mehr gleichgültig sein“. Im Blick auf die Ökumene wehrte sich Schmidt gegen eine Haltung, nach der sich „jede Kirche für die alleinseligmachende hält“. Die entscheidende ökumenische Frage müsse vielmehr sein: Würden wir den ökumenischen Partner vermissen? Als ein „sehr schönes Zeichen“ würdigte Schmidt ausdrücklich die Anwesenheit von Vertretern der jüdischen Gemeinde, sowie anderer christlicher Konfession. Namentlich begrüßte er dabei den katholischen Bischof von Würzburg, Friedhelm Hofmann.
München, 24. April 2009
Johannes Minkus, Pressesprecher

