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Zugänge zur Bibel

„Schon fünf Mal habe ich versucht, die Bibel zu lesen, aber spätestens nach 200 Seiten habe ich es wieder abgebrochen“. Sven ist frustriert. Die Bibel ist keine leichte Kost. Das erfuhren schon die Menschen zur Zeit der ersten Christen. „Verstehst du, was du liest?“ fragt Philippus einen bibellesenden Äthiopier und dieser gibt freimütig zurück: „Wie kann ich, wenn mich nicht jemand anleitet?“ Doch nachdem er seine Erklärung erhalten hat, zieht er fröhlich davon.  

Heute ist es nicht anders: Die vielen Gesetzestexte, die oft altertümliche Sprache, manch grausame Erzählung erschweren die Bibellektüre. Da empfiehlt es sich nicht, sie von vorne bis hinten durchzulesen. Aber wer sich einmal durch das Anfangsdickicht gekämpft hat, kann etwas von der Kraft dieser alten Worte entdecken, auch heute noch.

Eine ausgewogene Textauswahl, eine regelmäßige angeleitete Bibellese und Enführungen in die Texte erleichtern den Einstieg in das Buch der Bücher. Die Herrnhuter Losungen, diverse Bibellesepläne, Einstiegsfragen und Erklärungsbibeln bieten eine solche Auswahl an.

In Bibelgesprächs- und Hauskreisen suchen Christen in Gemeinschaft nach der Bedeutung der Schrift für ihr Leben. In den letzten Jahrzehnten wurden vermehrt alternative, kreative Zugänge zur Bibel gesucht. Während das Bibliodrama sich auf darstellerische Weise den Texten nähert, taucht der Bibliolog in die Erzählebene ein und versucht das Ungesagte zur Sprache zu bringen.