Psalmen

 Der Herr hört mein Flehen (Psalm 6)
 Der Herr ist mein Hirte (Psalm 23)

 Du stellst meine Füße auf weiten Raum (Psalm 31)
 Was betrübst du dich, meine Seele? (Psalm 42/43)
 Lobe den Herrn, meine Seele (Psalm 103)
 Wunderbar sind deine Werke, Herr (Psalm (139)

 

Der Herr hört mein Flehen

2 Ach HERR, strafe mich nicht in deinem Zorn, und züchtige mich nicht in deinem Grimm!
3 HERR, sei mir gnädig, ich sieche dahin; heile mich, HERR, denn meine Gebeine zerfallen!
4 Meine Seele ist tief verstört. Ach du, HERR, wie lange wartest du noch?
5 Wende dich mir zu, HERR, und errette mich, hilf mir um deiner Güte willen!
6 Denn bei den Toten gedenkt man deiner nicht; wer wird dich in der Schattenwelt noch preisen?
7 Ich bin so müde vom Seufzen; jede Nacht benetzen meine Tränenströme das Bett, ich überschwemme mein Lager mit Tränen.
8 Mein Auge ist getrübt vor Gram und matt bin ich, weil mich so viele bedrängen.
9 Weicht von mir, all ihr Frevler; denn der HERR hört mein schreiendes Weinen.
10 Gehört hat der HERR mein Flehen; mein Gebet nimmt der HERR an.

(aus Psalm 6) 
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 Der Herr ist mein Hirte

1 Der HERR ist mein Hirte, nichts wird mir mangeln.
2 Er weidet mich auf grünen Auen und führt mich zum Ruhelager am Wasser.
3 Er erquickt meine Seele. Er führt mich auf rechten Pfaden, treu seinem Namen.
4 Und muss ich auch wandern im finsteren Tal, ich fürchte kein Unheil; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.
5 Du deckst mir den Tisch vor den Augen meiner Feinde. Du salbst mein Haupt mit Öl und schenkst mir voll ein.
6 Lauter Güte und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und im Hause des HERRN darf ich wohnen immerdar.

(Psalm 23)
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Du stellst meine Füße auf weiten Raum

2 HERR, bei dir suche ich Zuflucht; laß mich keinen Schaden nehmen, rette mich durch deine Gerechtigkeit!
3 Wende dein Ohr mir zu, erlöse mich bald! Sei mir ein starker Fels und eine feste Burg, die mich rettet!
4 Denn du bist mein Fels und meine Burg, und um deines Namens willen wirst du mich leiten und führen.

6 In deine Hände befehle ich meinen Geist; du hast mich erlöst, HERR,
du treuer Gott.

8 Ich freue mich und bin fröhlich über deine Güte, denn du hast mein Elend angesehen und nimmst dich meiner an in Not
9 Du hast mich nicht preisgegeben der Gewalt des Feindes; du stellst meine Füße auf weiten Raum.

16 Meine Zeit steht in deinen Händen. Entreiße mich der Hand meiner Feinde und meiner Verfolger.
17 Laß leuchten dein Angesicht über mir; hilf mir in deiner Güte!

(aus Psalm 31)
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Was betrübst du dich, meine Seele?

42,2 Wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser, so schreit meine Seele, Gott, zu dir.
3 Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott. Wann werde ich kommen und darf Gottes Angesicht schauen?
4 Meine Tränen waren meine Speise Tag und Nacht, weil man täglich zu mir sagt: Wo ist nun dein Gott?
5 Mein Herz geht mir über, wenn ich daran denke: wie ich zum Hause Gottes zog in großer Schar, mit Jubel und Danken in der feiernden Menge.

6 Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, dass er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist..

7 Mein Gott, betrübt ist meine Seele in mir, darum denke ich überall an dich - im Land am Jordan, am Hermon, am Berg Misar.
8 Flut ruft der Flut zu beim Tosen deiner Wasser; alle deine Wasserwogen und Wellen gehen über mich.
9 Am Tage schenkt der HERR seine Güte, nachts singe ich ihm und bete zum Gott meines Lebens.
10 Ich sage zu Gott, meinem Fels: Warum hast du mich vergessen? Warum muß ich so traurig umhergehen, bedrängt von meinem Feind?
11 Es ist wie ein Stechen in meinen Gliedern, wenn mich meine Feinde verspotten und täglich zu mir sagen: Wo ist nun dein Gott?

12 Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, dass er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist.

43,1 Gott, schaffe mir Recht und führe meine Sache wider ein unheiliges Volk und rette mich vor bösen und tückischen Menschen!
2 Denn du bist mein starker Gott: Warum hast du mich verstoßen? Warum muß ich so traurig umhergehen, bedrängt von meinem Feind?
3 Sende dein Licht und deine Wahrheit, daß sie mich führen und bringen zu deinem heiligen Berg und zu deiner Wohnung,
4 So will ich vor den Altar Gottes treten, zu dem Gott, der meine Freude und Wonne ist. Dir, Gott, will ich auf der Harfe danken, mein Gott.

5 Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, dass er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist.

(Psalm 42 / 43) 
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 Lobe den Herrn, meine Seele

1 Lobe den HERRN, meine Seele, und alles was in mir ist, seinen heiligen Namen!
2 Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiß nicht, was er dir Gutes getan hat:
3 der dir all deine Schuld vergibt und all deine Gebrechen heilt,
4 der dein Leben vom Verderben erlöst, der dich krönt mit Gnade und Barmherzigkeit,
5 der deinen Mund fröhlich macht dein Leben lang, und du wieder jung wirst wie ein Adler.
6 Der HERR vollbringt Heilstaten und Recht schafft er allen, die Unrecht leiden.
7 Er hat seine Wege Mose wissen lassen, den Kindern Israel seine Werke.
8 Barmherzig und gnädig ist der HERR, langmütig und von großer Güte.
9 Er wird nicht für immer zürnen, nicht ewig im Groll verharren.
10 Er handelt nicht an uns nach unseren Sünden und vergilt uns nicht nach unserer Schuld.
11 Denn so hoch der Himmel über der Erde ist, so hoch ist seine Gnade über denen, die ihn fürchten.
12 So weit der Morgen sich vom Abend unterscheidet, so weit entfernt er die Schuld von uns.
13 Wie sich ein Vater über seine Kinder erbarmt, so erbarmt sich der HERR über die, die ihn fürchten.
14 Denn er weiß, was für ein Gebilde wir sind; er denkt daran: Wir sind nur Staub.
15 Ein Mensch ist in seinem Leben wie Gras, er blüht wie eine Blume auf dem Feld;
16 wenn der Wind darüber fährt, so ist sie dahin, und der Ort, an dem sie stand, weiß nichts mehr von ihr.
17 Die Gnade des HERRN aber währt von Ewigkeit zu Ewigkeit über allen, die ihn fürchten,
18 allen, die seinen Bund halten, an seine Gebote denken und danach handeln.
19 Der HERR hat seinen Thron errichtet im Himmel, und seine königliche Macht beherrscht das All.
20 Lobt den HERRN, ihr seine Engel, ihr starken Helden, die ihr seine Befehle vollstreckt, gehorsam seinen Worten!
21 Lobt den HERRN, all seine Heerscharen, seine Diener, die ihr seinen Willen tut!
22 Lobt den HERRN, all seine Werke, an allen Orten seiner Herrschaft! Lobe den HERRN, meine Seele!

(Psalm 103)
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Wunderbar sind Deine Werke, Herr

1 HERR, du erforschst mich und du kennst mich.
2 Ob ich sitze oder stehe, du weißt es; du verstehst meine Gedanken von fern.
3 Ob ich gehe oder liege, du bist um mich und siehst alle meine Wege.
4 Noch liegt mir das Wort nicht auf der Zunge - du, HERR, kennst es bereits.
5 Von allen Seiten umschließt du mich und hältst deine Hand über mir.
6 Zu wunderbar ist mir diese Erkenntnis, zu hoch, ich kann es nicht begreifen.
7 Wohin könnte ich gehen vor deinem Geist, und wohin könnte ich fliehen vor deinem Angesicht?
8 Steige ich hinauf in den Himmel, so bist du da; bette ich mich in der Unterwelt, so bist du auch da.
9 Nehme ich Flügel der Morgenröte und lasse mich nieder am äußersten Meer,
10 so wird auch dort deine Hand mich ergreifen und deine Rechte mich halten.
11 Spräche ich: Finsternis soll mich bedecken und Nacht statt Licht um mich sein -,
12 so wäre auch die Finsternis nicht finster bei dir, und die Nacht würde leuchten wie der Tag, die Finsternis wäre wie Licht.
13 Denn du hast mein Innerstes geschaffen und hast mich geformt im Mutterleib.
14 Ich danke dir dafür, daß du mich so wunderbar gemacht hast; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele.
15 Es waren dir meine Glieder nicht verborgen, als ich im Dunkeln gestaltet wurde, als ich gewirkt wurde in den Tiefen der Erde.
16 Deine Augen sahen, wie ich entstand, und alle Tage waren geschrieben in dein Buch, alle die noch werden sollten, als noch keiner von ihnen da war.
17 Aber wie schwer sind für mich, o Gott, deine Gedanken! Wie gewaltig ist ihre Zahl!
18 Wollte ich sie zählen, so wären sie zahlreicher als aller Sand der Erde: Doch käme ich bis zum Ende, ich wäre noch immer bei dir.

23 Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz - prüfe mich und erkenne, wie ich's meine.
24 Und sieh, ob ich auf unrechtem Wege bin, und leite mich auf ewigem Wege.

(aus Psalm 139)
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