Wochenlied: 342 und 409
Aschermittwoch
{zum Liturgischen Kalender}
{Daten als iCal herunterladen}
Bräuche
Viele Christinnen und Christen verzichten heute in den sieben Wochen vor Ostern auf das, woran sie sonst hängen: zum Beispiel auf Alkohol, Süßigkeiten, auf Fernsehkonsum oder vermeidbares Autofahren. Mit ihrem Fasten wollen sie sich von liebgewordenen Gewohnheiten und lästigen Zwängen befreien, um wieder offen und sensibel für Gott zu werden, für die tatsächlichen eigenen Bedürfnisse, sowie für den Mangel und die Nöte anderer. Sie können sich in dieser Zeit bewusst darüber werden, was wirklich wichtig für sie ist und empfinden den Verzicht nicht selten als Befreiung und heilsame Erfahrung.
Der Wortbedeutung nach kommt Fasten von Festhalten. Damit ist ursprünglich das Festhalten an bestimmten Regeln gemeint, wie z.B. keine feste Nahrung zu sich zu nehmen. Für die Reformatoren war das Fasten als bloßer Verzicht auf bestimmte Speisen eine reine Äußerlichkeit, die sie ablehnten. In früheren Zeiten diente die Fastenzeit den Menschen, die sich in der Osternacht taufen lassen wollten, zur Vorbereitung.
Nicht nur durch Verzicht sondern auch durch aktives Verhalten kann in der Fastenzeit ein Zeichen gesetzt werden. „7 Wochen ohne“ heißt die Fastenaktion der evangelischen Kirche, die es bereits seit 25 Jahren gibt. Mittlerweile beteiligen sich über zwei Millionen Menschen in Deutschland an der Aktion, die die Passionszeit bewusst gestalten möchten.



