"Genug ist genug"
Unter dem Motto "Genug ist genug" steht die diesjährige Kampagne zum Buß- und Bettag (16. November) der beiden evangelischen Landeskirchen in Bayern und von Kurhessen-Waldeck. Mit der Kampagne wollen die beiden Landeskirchen auf die bleibende Bedeutung des kirchlichen Feiertags aufmerksam machen, der als gesetzlicher Feiertag 1995 in allen Bundesländern außer Sachsen zur Finanzierung der Pflegeversicherung abgeschafft wurde.
Das Thema sei maßgeblich geprägt von den Folgen der Banken- und Wirtschaftskrise sowie den Auswirkungen der Katastrophen von Fukushima und im Golf von Mexiko, betonen Landesbischof Dr. Johannes Friedrich und Synodalpräsidentin Dorothea Deneke-Stoll. Der Slogan "genug ist genug" solle den Menschen bewusst machen, dass ein primär an Eigennutz orientiertes Handeln letztendlich negativ auf die Gesellschaft zurückschlage. Beispiele dafür gebe es zur Genüge: im persönlichen Bereich ebenso wie in der Wirtschaft, der Politik oder im Umgang mit der Schöpfung.
Mir reicht's weil...
Die aktuelle sowie vergangene Bußtagskampagnen der beiden Kirchen sind wieder unter www.busstag.de im Internet vertreten. Erstmals finden Sie die Initiative auch auf facebook: Unter http://www.facebook.com/busstag können sich Interessierte über den Sinn des Bußtags und über Gottesdienste informieren, selbst Veranstaltungen einstellen und über das Thema diskutieren. Oder Sie erzählen, wo es Ihnen zu viel wird: "Mir reicht's, weil..." ist eine Rubrik überschrieben.
Beim traditionellen Gottesdienst zum Buß- und Bettag in der Münchner Matthäuskirche wird erstmals der designierte Landesbischof, Professor Dr. Bedford-Strohm predigen. Im gesamten Freistaat laden zahlreiche Gemeinden am frühen Abend dieses evangelischen Feiertages zu Andachten und Gottesdiensten ein.


