Wochenlied: 128
Pfingstsonntag
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Bräuche
Lange Zeit gab es keinen einheitlichen Festtermin, weil die Ernte nicht überall zur selben Zeit eingebracht wurde. In der christlichen Tradition entwickelte sich um Erntedank ein reiches Brauchtum. Früchte des Gartens und der Felder werden in die Kirche gebracht, um Gott für diese Gaben und alle anderen Lebens-Mittel zu danken. Vielerorts wurden Messen mit der Segnung von Früchten und dem Tedeum („Gott, wir loben dich“) gefeiert. Ab 1700 wurden Predigten besonders im ländlichen Raum zur festen Sitte. In Preußen wurde das Erntedankfest ab 1773 eingeführt und auf den „Sonntag nach Michaelis“, der meistens der erste Sonntag im Oktober ist, gelegt.
Heute verbinden viele Gemeinden das Fest mit einer Solidaritätsaktion, die für arme und hungernde Menschen in der Region oder weltweit ausgerichtet wird. Was für den Gottesdienst gestiftet wurde, wird danach an Alten- und Kinderheime, an Kranke und Bedürftige verschenkt. Der Dank für Essen und Trinken, für Kleidung und Wohnung, für alle Güter dieses Lebens verbindet sich mit der Bereitschaft, sich um Brot für die Welt zu kümmern und mit denen zu teilen, die weniger oder nichts haben.



