Hospiz
„Noch mal leben – darum gehe es in der Hospizarbeit und Palliativseelsorge, sagt die Schirmherrin der Evangelischen Stiftung Hospiz, die Münchner Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler. „Wenn alle therapeutischen Mittel im Sinne einer Genesung erschöpft sind, sind wir längst nicht am Ende mit unseren Möglichkeiten. Wir können viel tun, was Sterbenden und ihren Angehörigen wohl tut, was Schmerzen auf ein zumindest erträgliches Maß mindert, was Raum gibt für Gefühle, für Fragen und Klärungen, für Tröstliches.“ Noch einmal lasse sich dann spüren, was Leben schön und kostbar macht: „Innige Zuneigung, Freundschaft und Liebe“.
In den letzen Jahren hat die Hospiz- und Palliativarbeit in Deutschland eine dynamische Entwicklung genommen. Zurzeit gibt es 170 stationäre Hospize, 168 Palliativstationen sowie rund 1500 ambulante Hospiz- und Palliativdienste. Rund 80.000 Menschen engagieren sich in Deutschland ehrenamtlich und fördern die Arbeit für schwerstkranke und sterbende Menschen. Am 14. Oktober, dem Deutschen Hospiztag, werden bundesweit zahlreiche Hospizeinrichtungen über ihre Arbeit informieren.
Die Evangelische Stiftung Hospiz, 2005 als Unterstiftung der Bayerischen Stiftung Hospiz errichtet, macht es sich zur Aufgabe, den Gedanken der Hospizbewegung und die Möglichkeiten palliativer Betreuung weiter zu verbreiten und Projekte zur Begleitung Sterbender und ihrer Angehöriger im Bereich der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und ihrer Diakonie zu unterstützen.
Hospizarbeit heute hat viele Gesichter. Ambulante und stationäre Arbeit wirken zusammen, viele einzelne Initiativen und Projekte sind im Entstehen und im Aufbau begriffen. Auf unseren Seiten finden Sie auch Beispiele für evangelische Hospizarbeit, die exemplarisch zeigen können, wie Hospizarbeit verwirklicht wird.



