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Bräuche

Zu den Adventswochen gehört der Adventskranz mit den Kerzen für die vier Adventssonntage. Der Kranz, in sich gerundet wie ein Kreis, versinnbildlicht Harmonie , Ganzheit und Unendlichkeit. Das Grün der Zweige ist ein Zeichen für Hoffnung und Erwartung. Finsternis und Tod, von vielen Menschen in der dunklen Jahreszeit als besonders bedrängend empfunden, haben nicht das letzte Wort.
Der Adventskranz weist mit seinen vier Kerzen auf das Licht hin, das Christus in die Welt gebracht hat. 1839 ließ der evangelische Theologe Johann Hinrich Wichern (1808–1881) im Betsaal des „Rauhen Hauses“ in Hamburg zum ersten Mal einen hölzernen Leuchter mit 23 Kerzen aufhängen – 19 kleine rote für die Werktage bis Weihnachten, vier dicke weiße für die Sonntage.

In die Zeit vor Weihnachten fällt auch der Nikolaustag am 6. Dezember. Er erinnert an den Bischof Nikolaus von Myra in Kleinasien, der um das dritte Jahrhundert nach Christus gelebt hat und vor allem in den Kirchen des Ostens wegen seiner Menschenfreundlichkeit und Freigebigkeit sehr verehrt wird.

1535 hat Martin Luther die bis dahin am Nikolaustag übliche Bescherung der Kinder auf Weihnachten verlegt. Die Geschenke stellen seitdem keine Belohnung für besonders braves und fleißiges Verhalten mehr dar. Sie sollen stattdessen ein Sinnbild sein für das Geschenk, das Gott den Menschen mit seinem Sohn macht.

Insbesondere für Kinder gibt es seit 1908 gedruckte Adventskalender verschiedenster Ausprägung, seit 1920 mit zu öffnenden Türen.

Weitere Bräuche im Advent können Sie auf www.advent-ist-im-dezember.de nachlesen