Zugänge zur Welt demenzkranker Menschen

Konzepte für Verständnis, Pflege und Alltagsgestaltung

Mensch in einem TürrahmenDemenz verändert Menschen. Dies mitzuerleben ist sowohl für Betroffene, als auch für Angehörige und das weitere Umfeld oft bedrängend. Die Veränderung kann viele Gesichter haben. Ein Ehemann ist nicht wieder zu erkennen, wandert nachts umher, äußert Suizidgedanken. Die Mutter verhält sich unkooperativ, gefährdet sich selbst, zieht sich in sich zurück. Der Großvater wird laut, aggressiv oder gar gewalttätig. Viele Angehörige fühlen sich hilflos und überfordert. Die Familie gerät insgesamt in die Krise. Aber auch in Alten- und Pflegeheimen werden Menschen mit Demenz häufig mit Medikamenten ruhig gestellt, teilweise im Bett oder Sessel fixiert.

Zumindest ein Teil dieser Konflikte und Belastungen kann vermieden werden, wenn wir lernen zu verstehen, was in dementen Menschen vorgeht, was sie brauchen und wie sie reagieren. Die Welt der Demenz ist eine eigene Welt, mit eigenen Gesetzen, jenseits unserer üblichen Vorstellungen von Freiheit und Selbstbestimmung. Aber es ist doch eine Welt, in der man lebendig sein kann. Je besser wir die Lebensbedingungen im Lebensraum der Demenz kennen und je professioneller wir mit dementen Menschen umgehen, umso höher wird die Lebensqualität für alle sein.

Qualitativ gute Pflege versucht, auf die Weltwahrnehmung eines Demenzkranken einzugehen, sich auf seine Lebensbedingungen einzustellen und nicht umgekehrt in starrer Weise zu verlangen, dass die Kranken sich möglichst „pflegeleicht“ an die üblichen Altenheimroutinen anpassen.

Das Konzept für Verständnis, Pflege und Alltagsgestaltung kann ein wichtiges Kriterium für die Wahl eines Pflegeheimes sein, wenn ein Umzug dorthin erforderlich ist. Viele Alten- und Pflegeheime in Bayern arbeiten nach einem der im Folgenden kurz zusammengefassten Ansätze. Ihre Begründer haben sie hier kurz dargestellt:

>> Die Methode der Validation
>> Das psychobiographische Pflegemodell
>> Das Integrative Pflegekonzept - psychobiographische und identitätsstiftende Pflege
>> Die Selbsterhaltungstherapie