Gentechnische Eingriffe am Menschen
Ein Eskalationsmodell zur ethischen Bewertung
Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde, schafft sich nun der Mensch den Menschen?
Wir beobachten, dass die neuen Möglichkeiten dieser jungen Technik die Gesellschaft spaltet. Wir beobachten weiter, dass Ängste auf der einen und Technikgläubigkeit auf der anderen Seite zu einfachen, pauschalen Urteilen führen. Zusätzlich erschwert wird die kontroverse Auseinandersetzung durch die Komplexität der Gentechnik. Das Institut Technik- Theologie - Naturwissenschaften (TTN) hat sich zum Ziel gesetzt, ethische Kriterien für gentherapeutische Anwendungen am Menschen zu entwickeln.
Was ist das Ziel dieses Modells?
Die Debatte um gentechnische Eingriffe am Menschen wird kontrovers geführt. Dabei bedarf es wegen der tiefgreifenden Wirkungen der Gentechnik besonders der ethische Reflexion.
Fünf Wissenschaftler der Universität München haben im Rahmen eines interdisziplinären Gesprächskreises am Institut Technik-Theologie-Naturwissenschaften (TTN) ein "Eskalationsmodell" zur ethischen Bewertung der Gentechnik am Menschen erarbeitet. Ziel des Modells ist es, die Notwendigkeit einer fallweisen ethischen Bewertung der Gentechnik gegenüber einem pauschalen ablehnenden oder zustimmenden Urteil aufzuzeigen.
Die fallweise Beurteilung anhand spezifischer Kriterien kann als Vorbild für die ethische Urteilsbildung in anderen brisanten Bereichen aus Naturwissenschaft und Technik dienen.


