Welches Konzept, welches Pflegeheim ist das richtige?
Wenn sie erwägen, selbst in ein Alten- und Pflegeheim umzuziehen, oder eine/n an Demenz erkrankten Angehörige/n in ein Pflegeheim einzuweisen, sollten sie sich darüber hinaus auf jeden Fall vorher in einem persönlichen Gespräch mit der Heimleitung und dem Personal nach folgenden Punkten erkundigen:
- Hat das Heim überhaupt ein Pflegekonzept, das die besonderen Bedürfnisse und das Verhalten Demenzkranker berücksichtigt? Vier Kurzzusammenfassungen einiger in Bayern verwendeter Pflegekonzepte (zum Teil werden die Konzepte auch kombiniert) haben wir hier zusammengestellt und können Ihnen zu einer ersten Orientierung verhelfen.
- Werden die Angehörigen einbezogen, wird ihr Wissen über das Verhalten, die Vorlieben und Abneigungen des Kranken genützt?
- Gibt es eine tagesstrukturierende Betreuung für die Bewohner, oder sind sie sich selbst überlassen?
- Gibt es Gruppenangebote zur Aktivierung der Bewohner, z.B. durch Singen, Musizieren, Beschäftigung, Bewegung, Spazierengehen?
- Wie ist die Atmosphäre und der Umgangston im Heim? Werden die Bewohner würdevoll behandelt?
- Wie ist die Größe und Ausstattung der Zimmer und der sanitären Einrichtungen?
- Dürfen eigene Möbel mitgebracht werden? Kann ein Garten genutzt werden?
- Wie wird mit freiheitsbeschränkenden Maßnahmen umgegangen?
- Ein Muster des Heimvertrages, in dem alle Leistungen und Kosten verzeichnet sind, sollte vor Abschluss des Vertrages sorgfältig gelesen werden.
Ausführlichere Hinweise enthält der Anhang der Broschüre „Stationäre Versorgung von Alzheimer- Patienten“ der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V..
Außerdem hat die Münchner Beschwerdestelle für Probleme in der Altenpflege der Landeshauptstadt einen hat einen Ratgeber zur Altenpflege mit dem Titel: „Wie erkennen Sie die Qualität von Pflegediensten und Alten- und Pflegeheimen?“ herausgegeben.
Für Pflegeprofis bietet das Diakonische Werk Bayern unter besonderer Berücksichtigung demenzieller Erkrankungen eine Weiterbildung zur gerontopsychiatrischen Fachkraft an: Dauer: 720 Stunden plus sechs Wochen Praktikum in anderen Einrichtungen. Die Weiterbildung erfolgt nach den Empfehlungen des bayerischen Landespflegeausschusses, teilnahmeberechtigt sind examinierte Alten-, Kranken- bzw. Gesundheitspflegekräfte, sowie Heilerziehungspfleger.
Ansprechpartner für das Angebot des Diakonischen Werkes Bayern ist Herr Siegfried Wanner: Eine E-Mail schreiben; Tel 0911- 93 54 424.



