Schulsozialarbeit
Ein wichtiger kirchlicher Kooperationspartner von Schulen ist die Schulbezogene Jugendsozialarbeit der Evangelischen Jugendsozialarbeit e.V. (EJSA). Sie will soziale Benachteiligungen weitgehend ausgleichen sowie Kinder und Jugendliche bei der Überwindung individueller Beeinträchtigungen unterstützen.Vor allem an Haupt- und Berufsschulen unterstützt die Evangelische Jugendsozialarbeit die Schule im Bereich der sozialpädagogischen Diagnostik, der Einzelfallhilfe und Krisenintervention, der Kooperation mit anderen Fachstellen und in der Konfliktbewältigung.
Des Weiteren betreut die Schulbezogene Jugendsozialarbeit so genannte „Praxisklassen“. In ihnen werden Schülerinnern und Schüler der 9. Jahrgangsstufe aus Hauptschulen zusammengefasst, die mit großer Wahrscheinlichkeit den Hauptschulabschluss nicht erlangen werden. Zielsetzung ist, die Schülerinnen und Schüler durch eine praxisnahe Schulausbildung in den Ausbildungsstellenmarkt zu integrieren. Wesentlicher Bestandteil sind daher Praktika und Lehrgänge.
Teils innerhalb und teils außerhalb der Schule beteiligt sich die Evangelische Jugendsozialarbeit durch vier eigene Einrichtungen in München, Regensburg und Rosenheim an der Nachmittagsbetreuung von Schülerinnen und Schülern. Vor allem für benachteiligte und gefährdete Kinder will sie ein leicht zugängliches Angebot am Nachmittag zur Verfügung stellen. Dabei geht es nicht in erster Linie um die Fortsetzung von Schule, sondern um die Bereitstellung eines Raumes für soziales Lernen, schulische Förderung und Persönlichkeitsentwicklung.
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Aktion „1+1“ für arbeitslose Schulabgänger
Die evangelische Spendenaktion „1+1 – Mit Arbeitslosen teilen“ hat in diesem Jahr eine Kampagne für arbeitslose Jugendliche gestartet. Für immer mehr Jugendliche bedeute das Ende der Schulzeit bereits das „Aus in der Vorrunde“. So steht es auf Plakaten, mit denen in diesem Sommer in den bayerischen Kirchengemeinden um Unterstützung geworben wurde.
Speziell mit Jugendlichen ohne Schulabschluss befasst sich das von „1 + 1“ geförderte Projekt „Berufshilfe Fürth“. Hier können Jugendliche ihren Hauptschulabschluss nachholen und daneben im Rahmen von Ein-Euro-Jobs erste handwerkliche Fähigkeiten als Schreiner, Schneider oder Schlosser erlernen. Da die staatlichen Unterstützungsmittel für solche Fördermaßnahmen immer weniger werden, sind die Initiativen vermehrt auf Spendengelder angewiesen.
Seit der Gründung 1993 haben evangelische Gemeindemitglieder und Kirchenmitarbeiter rund sieben Millionen Euro für die Arbeitslosenaktion gespendet. Nachdem jeder Euro aus Mitteln der Landeskirche verdoppelt wird – deshalb der Name „1+1“ – standen bisher etwa 14,5 Millionen Euro zur Verfügung. Mit diesem Geld wurden nach Angaben der Aktion mehr als 5.500 Menschen unterstützt bzw. in Arbeit gebracht.



