Begegnung mit dem Islam: Prophet Mohammed
Aus dem Leben des Propheten Mohammed
In Mekka wird Mohammed im Jahr 570 nach der Geburt Jesu geboren. Den Vater hatte er schon vor der Geburt verloren und als er sechs Jahre alt ist, stirbt auch seine Mutter. Den Waisenjungen nimmt sein Onkel Abu Talib, ein Kaufmann, auf. Mohammed stellt sich als tüchtiger Geschäftsmann heraus; die Menschen schätzen seine Hilfsbereitschaft und Aufrichtigkeit. Doch viele in Mekka sind ganz anders: Sie denken nur an sich selbst.
Von Mohammeds Ehrlichkeit und Geschäftstüchtigkeit hört auch die reiche Witwe Chadidscha. Er bekommt die Leitung ihrer Handelsgeschäfte und nach einiger Zeit heiraten sie. Es wird eine sehr glückliche Ehe.
Die Jahre vergehen und alles, was Mohammed anpackt, gelingt. Doch er merkt, dass sich etwas in Mekka verändern muss. Mohammed zieht sich immer öfter in die Einsamkeit zurück, um über Gott und die Welt nachzudenken. Eines Tages kommt er ganz verstört zu Chadidscha und erzählt: "In einer Höhle saß ich und plötzlich war es, als ob ein Engel zu mir sprechen würde: Es gibt keinen Gott außer Gott und du sollst sein Gesandter sein. Gott, der alles erschaffen hat, ist barmherzig und will, dass die Menschen auf den rechten Weg kommen."
Chadidscha weiß sofort: "Du sollst Gottes Prophet sein. Du wirst den Menschen sagen, dass es nur einen Gott gibt, Allah. Auf seine Botschaft sollen sie hören!"
Anfangs spricht Mohammed nur zu wenigen und die ihm Glauben schenkten, wurden die ersten Muslime. Doch man spürt eine große Unruhe in Mekka wegen Mohammeds Predigt gegen die Götzen und die Ungerechtigkeit. Weil die Verfolgungen immer mehr zunehmen, wird die Lage für Mohammed und die Gemeinschaft der Muslime in Mekka unerträglich. Es ist das Jahr 622 nach der Geburt des Propheten Isa (Jesus), als die Muslime von Mekka nach Medina übersiedeln. Bald ist Allahs Gesandter in Medina der religiöse und politische Führer.
Doch die muslimische Gemeinschaft muss immer wieder den Islam verteidigen, aber die Leute vertrauen Mohammed, weil unter seiner Führung Gerechtigkeit eingekehrt ist. Seine Botschaft breitet sich allmählich immer weiter aus. In Mekka kann Mohammed erst zwei Jahre vor seinem Tod als Sieger einziehen. Die Götzenbilder aus der Kaaba werden hinausgeworfen.
Kurz vor seinem Tod besucht der Prophet noch einmal seine Heimatstadt: "Im Namen des barmherzigen Erbarmers. Ich hinterlasse euch zwei wichtige Dinge: Das eine ist, was mir von Gott offenbart wurde, der Koran; das andere ist mein Beispiel eines gottgefälligen Lebens. Wenn ihr daran festhaltet, werdet ihr immer dem richtigen Weg folgen."


