Partnerschaft mit der Ukraine

Die Kirchen handfest unterstützen

Anfang des 20. Jahrhunderts war die Mehrzahl der über 500.000 deutschen Siedler am schwarzen Meer lutherisch. Ihre Kirchen prägten das Bild der Städte und Dörfer. Schulen und Ausbildungsstätten, Krankenhäuser und Diakoniestationen hatten großen Einfluss, insbesondere auf das Bildungsbürgertum.


Kiewer HöhlenklosterDie Jahrzehnte des politischen Atheismus in der Sowjetunion und das Verbot der deutschen Sprache nach dem zweiten Weltkrieg hatten diese Kirche jedoch für viele Jahrzehnte vollständig ausgelöscht.

Erst in den 90er Jahren begannen alte Frauen und Männer sich wieder ihrer Tradition und ihrer Kirche zu besinnen. Sie gründeten Gemeinden und baten um Pastoren und Lehrer.
Die bayerische Landeskirche nahm 1991 die bereits zu Anfang des letzten Jahrhunderts intensiven Kontakte zur Ukraine wieder auf. In der kleinen Deutschen Evangelisch-Lutherischen Kirche in der Ukraine werden etwa ein Viertel der Pfarrstellen durch die bayerische Landeskirche besetzt. Bauprojekte, Gemeindeaufbau und Diakonie stehen im Mittelpunkt der partnerschaftlichen Förderung.


Kirchenzentrum in der Lutherstrasse, 19.Jh, Foto: ÖR

Immer zur Fastenzeit läuft in der Landeskirche die "Aktion Fastenopfer". Mit den Spenden werden Projekte in verschiedenen osteuropäischen Kirchen unterstützt. Dabei helfen wir immer wieder in unserer Partnerkirche in der Ukraine. Zahlreiche Aktivitäten wie Kinder- und Jugendlager, sowie diakonische Projekte, zum Beispiel in der Arbeit für Straßenkinder werden unterstützt. Mit der Restaurierung der lutherischen Kirche in Odessa wurde ein gottesdienstlicher Raum für die Gemeinde geschaffen und die alte Idee eines deutschen lutherischen Zentrums mitten in der Stadt neu mit Leben gefüllt.

Die Partnerschaftsbeziehungen werden koordiniert vom Büro des Referenten für Ökumene und Mittel- Osteuropaarbeit.

Hintergrundberichte zur sozialen, politischen und kirchlichen Lage finden Sie unter Texte, darüber hinaus Informationen zu Adressen und Projekten. Für Interessierte zu empfehlen ist die "Festschrift zur Einweihung der Katharinenkirche in Kiew", die Sie über unseren Bestellservice oder über E-Mail bestellen können.