Kirchen im Gespräch: Die orthodoxen Kirchen

Ökumenische Beziehungen
Gemeinsame Trauung

Die meisten orthodoxen Kirchen sind Mitglied im Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK). Sie arbeiten auf der Ebene der Weltökumene in allen wichtigen Bereichen mit. Dennoch gibt es zur Zeit besondere Spannungen zwischen den Ost- und den Westkirchen. Im ÖRK haben die orthodoxen Kirchen den Eindruck, gegenüber der Mehrheit der evangelischen Kirchen ihre Positionen nicht genügend durchsetzen zu können. Viele orthodoxe Kirchen erheben zudem den Vorwurf, in ihren Heimatländern würden westliche Kirchen Mitglieder abwerben.

Partnerdiözese Kostroma, Russland, Foto. ÖRDie Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern pflegt auch in der angespannten Situation sehr gute Beziehungen zu verschiedenen orthodoxen Kirchen. Die Partnerschaft mit der Russisch-Orthodoxen Diözese Kostroma (bei Moskau) besteht seit mehr als 12 Jahren. Jugendcamps, Kontaktreisen, humanitäre Hilfe und der Austausch von Chören, Studierenden und Dozierenden haben diese Freundschaft auf ein festes Fundament gestellt. Weitere Informationen erhalten Sie über E-Mail.


 
Die Landeskirche unterstützt orthodoxe Gemeinden in Bayern beim Aufbau ihres Gemeindelebens. Dies soll Ausdruck des gemeinsamen Glaubens und geschwisterlicher Verbundenheit sein. Gemeinsame Gottesdienste sind bisher selten. Aktuell suchen beide Kirchen einen Weg, konfessionsverbindende Trauungen mit einem gemeinsamen Gottesdienst zu feiern.

Russisch-orthodoxe Geistliche, Foto : ÖRAm ökumenischen Studienkurs in Josefstal, der jährlich im Frühjahr stattfindet, nehmen stets viele Vertreterinnen und Vertreter orthodoxer Kirchen teil.

Viele orthodoxe Gemeinden in Bayern sind Mitglied der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen. Über dieses Forum engagieren sie sich u.a. bei gemeinsamen Gottesdiensten und Publikationen.