Projekte in Mittelamerika
Projekte in Mittelamerika
In vielen mittelamerikanischen Ländern werden die Indigenas, die Urbevölkerung, aus der Gesellschaft ausgegrenzt und menschenunwürdig behandelt. Die Partnerkirche in Costa Rica unterstützt Projekte, die diese Menschen in ihrem Selbstwertgefühl fördern und Hilfe zur Selbsthilfe leistet.
Konkret bedeutet dies: Landarbeiter und Landarbeiterinnen werden gratis in Gerichtsverfahren im Bereich Landesrecht oder Familienrecht beraten. Der indianischen Gemeinde in El Jardin wird geholfen, ihre Erfahrungen im Kultivieren von Medizinpflanzen für ihren Lebensunterhalt zu nutzen. Die Partnerkirche koordiniert und stellt Beziehungen her zu Non-Govermental-Organisationen, die sich wie das Foro Emaus um alternative Entwicklung kümmern oder den Nationalen Runden Tisch der Indianer stärken.
Viele Projekte beziehen sich speziell auf die Arbeit von Frauen, von Jugendlichen. Sie gehen auf ökologische Probleme ein und umfassen Wiederaufforstungsmaßnahmen in den Gemeinden. Andere entwickeln Gesundheitsprogramme und Hilfsprojekte für Straßenkinder. Die Anträge spiegeln die schwierige soziale und wirtschaftliche Lage Zentralamerikas wider.
Die Landeskirche unterstützt solche Projekte in Zentralamerika über den "Fachausschuss Kirchlicher Entwicklungsdienst" (FA-KED). Sie hat dafür Richtlinien erarbeitet, die im Ökumenereferat erhältlich sind. Hier heißt es:
"Der FA-KED fördert Projekte und Programme in Entwicklungszusammenarbeit vornehmlich mit den Partnerkirchen und mit Initiativen, die entwicklungsbezogene Programme im Sinne dieser Kriterien durchführen. Der FA-KED fördert in Bayern die entwicklungsbezogene Bildungs- und Partnerschaftsarbeit. Entwicklung findet dort statt, wo Betroffene selbstbestimmt und in eigener Verantwortung Maßnahmen durchführen."
Es geht es um folgende Bereiche:
- Überlebenshilfe und Beschäftigung
- Gemeindeaufbau
- Dialog- und Austauschprogramme
- Erziehung und Bildung
- Kommunikation
- Soziale und diakonische Programme
- Indigene Völker/ethnische Minderheiten.
Bei einzelnen dieser Projekte ist auch Mitarbeit im Sinn eines Freiwilligeneinsatzes möglich. Unsere Partnerkirchen bieten Einsatzplätze für sog. diakonisch-missionarische HelferInnen an. Erwartet wird die Bereitschaft zu einer einjährigen Mithilfe an einer Einsatzstelle (Landvolkshochschule in Costa Rica, Diakonie und Entwicklung, Gesundheitsstation o.ä.).
Sprachliche Vorkenntnisse sind von großer Hilfe.
Für Unterkunft und Verpflegung muss mit Kosten in Höhe von 200 - 250 U$ pro Monat gerechnet werden.
Das Büro des Lateinamerikabeauftragten kann einen Zuschuss zu den Flugkosten gewähren.
Ansprechpartnerin: Frau Klein, eine E-Mail schreiben


