Mit der Krankheit leben
Christinnen und Christen glauben, dass ein Mensch seine Würde nicht aus sich selbst oder aus dem herleiten kann, was sie, was er leistet. Gott allein hat jede und jeden von uns ins Leben gerufen. Unsere Würde haben wir, weil wir seine Kinder sind. Dass wir Gottes Kinder sind, daran ändert auch eine Demenzerkrankung nichts. Gleichwohl fragen wir mit Angehörigen und Erkrankten: Was ist ein Mensch noch - mit Demenz?
Demenzerkrankungen haben sehr unterschiedliche Erscheinungsformen. Einige der Kranken sind körperlich völlig gesund, während andere bettlägerig sind, einige sind freundlich, andere aggressiv. Pflegende Angehörige leben in sehr unterschiedlichen Situationen. Wir fragen danach, wie Patienten selbst ihre Erkrankung erleben. Schließlich formulieren wir für den Umgang mit Demenzkranken einige Regeln, die sich in der Praxis bewährt haben.
Mit der Krankheit leben - diese Aufgabe stellt sich Ihnen, sei es als Angehörige oder selbst erkrankte Person. Vielleicht war die Diagnose ein Schock. Gleichzeitig sind jetzt in dieser Phase wichtige Entscheidungen und Vorsorgemaßnahmen zu treffen. Ratsam erscheint auch, sich ein wenig über die verschiedenen Ansätze zu Pflege und Therapie zu informieren. Eine kleine Checkliste fragt: „Welches Pflegeheim passt zu mir?“.
Die Krankheit verursacht auch finanzielle Belastungen, die die Angehörigen nicht selten überfordern. Kann die Pflegeversicherung unterstützen?



