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Migrationsarbeit

Zu den drängendsten gesellschaftspolitischen Aufgaben gehören die Themen Zuwanderung und Integration sowie der Schutz verfolgter Menschen. Vor dem Hintergrund eines klaren und eindeutigen biblischen Auftrages haben sich die christlichen Kirchen immer schon den zuwandernden Menschen angenommen. Kein Gebot wird etwa im Alten Testament so oft wiederholt wie die Aufforderung, sich des oder der Fremden anzunehmen und ihn bzw. sie zu schützen (z.B. 3.Mose 19,33-34).

Die Zuwanderung von Arbeitssuchenden, Asylsuchenden sowie Aussiedlerinnen und Aussiedlern bedeutet für die evang.-luth. Kirchengemeinden in Bayern eine große Herausforderung. Sie sind vor eine doppelte Integrationsaufgabe gestellt. Die Zuwandernden brauchen Unterstützung bei der Eingliederung in die Gesellschaft und das soziale System in Deutschland. Andererseits besteht insbesondere bei den Aussiedlerinnen und Aussiedlern, die zu über 50% eine Zugehörigkeit zur Evangelischen Kirche angeben, aber auch bei anderen evangelischen Zuwandernden ein großer Bedarf, nach Möglichkeiten der Integration in den bestehenden Kirchengemeinden zu suchen.
Die bayerische Landeskirche setzt sich auch ein für Menschen, die als Verfolgte nach Deutschland kommen:

  • in den Beratungsstellen des Diakonischen Werkes
  • durch vielfältige Initiativen in den Gemeinden
  • durch nachdrückliche Hinweise auf die gleiche Menschenwürde aller
  • durch Engagement gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit.

Aufgrund dieses doppelten Auftrags arbeiten Kirche und Diakonie in der Migrationsarbeit eng zusammen.