Der Kunstpreis der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern
Der Kunstpreis der Evang.-Luth. Kirche in Bayern wurde 1980 vom Landeskirchenrat eingerichtet. Zur inhaltlichen Ausrichtung führte der damalige Landesbischof D. Dr. Johannes Hanselmann folgendes aus:
„Die Stiftung und Verleihung eines Kunstpreises möchte zum Ausdruck bringen, dass die Kirche auch heute der bildenden Kunst positiv gegenübersteht. Sie will den Künstlern und Künstlerinnen durch öffentliche Anerkennung und Auszeichnung den Respekt erweisen, den ihre Tätigkeit verdient. Darüber hinaus soll der nicht unerhebliche Teil künstlerischen Schaffens, der im Raum der Kirche geschieht, einer interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
Die Auszeichnung von Künstlern, deren Rang nicht vom jeweiligen allgemeinen Zeitgeist bestimmt sein muss und der getrost späteren Generationen zur Beurteilung und Bewertung überlassen bleiben kann, geschieht in dem Bewusstsein, dass die künstlerische Tradition lebendig ist, und bildnerische Darstellungen Zeichen sein können, die Glauben bezeugen oder wecken.“
Der Preis möchte würdigen, wo Kunst sich als dialogfähig im religiösen Kontext erweist und innovativ Ausdruck findet. Thematisch soll der Preis möglichst breit gefasst bleiben.
Der Kunstpreis kann in den Disziplinen Malerei und Graphik, Bildhauerei, Gold- und Silberschmiedekunst, Glasmalerei und Textilgestaltung vergeben werden, ist aber grundsätzlich offen für alle Sparten künstlerischen Schaffens. Der Preis kann für einzelne Arbeiten oder Werkgruppen oder auch für ein künstlerisches Gesamtwerk in Betracht kommen. Es können verdiente Einzelpersönlichkeiten, Nachwuchstalente oder Künstlergruppierungen ausgezeichnet werden. Vorwiegend soll der Preis nicht als Lebenswerk-Preis verstanden werden, sondern möchte künstlerische Innovationen fördern. Der Kunstpreis sollte in der Regel alle zwei Jahre vergeben werden. Er ist gegenwärtig dotiert mit € 5.000. Die Verleihung soll mit dem Ankauf eines Werkes verbunden sein.
Bisherige Preisträger waren: Hubert Distler (Maler), Karl Heinz Hoffmann (Bildhauer), Werner Knaupp (Maler), Werner Mally (Bildhauer), Rudolf Büder (Maler), von Gaffron und im Jahr 2008 von Meide Büdel.



