Jahreskongress des Bayerischen Landesverbandes Evangelischer Tageseinrichtungen für Kinder

Plakat des Jahreskongresses in FürthAm 27. Februar 2007 fand in der Stadthalle Fürth der Jahreskongress des Bayerischen Landesverbandes Evangelischer Tageseinrichtungen und Tagespflege für Kinder e.V. mit dem Titel „Chancen schaffen – Verantwortung wahrnehmen“ statt. Knapp 1.000 Kongressbesucher (pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Tageseinrichtungen für Kinder, Rechtsträgervertreter/ innen von Tageseinrichtungen für Kinder, Personen aus Verwaltung, Politik und Wissenschaft, Studierende an Fachschulen, Fachakademien, Fachhochschulen und Hochschulen sowie interessierte Eltern) fanden den Weg nach Fürth.

Im Rahmen der Veranstaltung, zu der Landesbischof Dr. Johannes Friedrich begrüßte, wurden aktuelle Diskussionen um Migration, Integration von Kindern mit Behinderung und viele weitere wichtige Themen aufgegriffen. Kinder, die unter Armutsbedingungen aufwachsen, einen Migrationshintergrund haben, mit Behinderungen leben müssen oder deren Eltern psychisch beeinträchtigt sind, haben erschwerte Entwicklungs- und Bildungsbedingungen - dies schreibt der zwölfte Kinder- und Jugendbericht. „Die Verantwortung dafür, dass die Kinder sich positiv entwickeln“, so fährt der Bericht fort, „kann aber nicht einseitig der einzelnen Familie übertragen werden, sie muss im Rahmen eines neuen Verständnisses von öffentlicher Verantwortung gemeinsam übernommen werden.“ In einer Konsequenz, heißt es weiter, müssen Kindertageseinrichtungen vor dem Hintergrund der umfangreichen Erkenntnisse zu den Bedürfnissen und Erfordernissen der Entwicklung von kleinen Kindern größtmögliche Qualität bieten, um sowohl stabile Beziehungen als auch eine anregungsreiche Umwelt sicherzustellen. Dafür müssen die entsprechenden gesetzlichen Rahmenbedingungen geschaffen werden.

National und international anerkannte Experten berichteten auf dem Kongress von ihren wissenschaftlichen Erkenntnissen über Voraussetzungen kindlicher Entwicklung. Der Leiter der PISA-Studie der OECD (Paris), Dr. Andreas Schleicher, und der anerkannte Hirnforscher, Prof. Dr. Gerald Hüther, begeisterten mit ihren Vorträgen die Kongressbesucher. Auf dem anschließenden Podium sowie in den Foren wurden Fragen vertieft und Möglichkeiten diskutiert, wie die Konsequenzen aus diesen Ergebnissen in unseren Einrichtungen in Bayern umsetzbar sind und was noch getan werden muss, um allen Kindern größtmögliche Chancen zu schaffen.

Weitere Informationen dazu unter www.elvkita.de/.