Internationale Ökumenische Friedenskonvokation
Der ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) lädt zum Ende der Dekade zur Überwindung von Gewalt zu einer internationalen ökumenischen Friedenskonvokation (IöFK) ein. Sie steht unter dem Motto „Ehre sei Gott und Friede auf Erden“ und wird vom 17. – 25. Mai 2011 in Kingston/Jamaika stattfinden. Tausend Teilnehmende aus dem weit verzweigten Netzwerk der ÖRK-Mitgliedskirchen und deren Partnern (Einzelpersonen, Organisationen, Institutionen, Netzwerke) werden zusammen kommen, um die Erfahrungen aus zehn Jahren Dekade-Arbeit (2001 – 2010) zu bündeln und Anregungen für die Weiterarbeit auszutauschen. Ein weiteres Ziel ist die Gründung eines weltweiten Netzwerks von Friedens-Engagierten.
Vier Themenschwerpunkte gliedern den Ablauf der IöFK:
- Friede in der Gemeinschaft
- Friede mit der Erde
- Friede in der Wirtschaft
- Friede zwischen den Völkern.
Diese Themen werden in Plenarsitzungen, Andachten, Bibelarbeiten und Workshops behandelt.
In der Vorbereitungsphase gab es drei grundlegende Elemente, deren Erfahrungen und Ergebnisse in Kingston vorgestellt und diskutiert werden:
Ökumenisch-international zusammengesetzte Teams („Lebendige Briefe“) besuchten Kirchen, die in einem von Gewalt geprägten Umfeld leben. Die Teams brachten ihre Solidarität zum Ausdruck und untersuchten, wie Strategien zur Überwindung von Gewalt aussehen können.
Ferner gab es eine Reihe von Expertenkonsultationen in Partnerschaft mit Forschungsinstituten und NGOs, die sich mit den vier Themenschwerpunkten auseinandergesetzt hatten.
Der dritte Schritt auf dem Weg nach Kingston war die Erarbeitung einer internationalen ökumenischen Erklärung zum gerechten Frieden. Der erste Entwurf wurde Ende 2008 veröffentlicht. Stellungnahmen der EKD und anderer Mitgliedskirchen gingen bis Anfang 2010 beim ÖRK ein. Inzwischen wird ein 2. Entwurf erarbeitet, dessen Endfassung Ende 2010 bekannt gegeben und in Kingston zur Diskussion vorgelegt werden soll. 2013 ist die Verabschiedung der Erklärung durch die 10. Vollversammlung des ÖRK vorgesehen.
Parallel zu Kingston gibt es auch in Deutschland Möglichkeiten, sich an der IöFK zu beteiligen: Es ist geplant, Ende 2010 eine Projektsammlung herauszugeben, die gelungene und auf alle Kirchengemeinden und Basisgruppen übertragbare Beispiele der Dekade-Arbeit mit Bezug auf die vier Themenbereiche vorstellt. Gemeinden können so erfolgreiche Projekte in ihre Friedensarbeit integrieren. Außerdem wird vom ÖRK liturgisches Material zur Verfügung gestellt, verbunden mit der Bitte an die Mitgliedskirchen, Gebete, Fürbitten, Lieder und Predigttext in den Gottesdiensten am Sonntag der Friedenskonvokation (22. Mai 2011) zu berücksichtigen. Die Materialien sind ab 2011 erhältlich unter gewaltueberwinden.org.
Schon jetzt können Interessierte in Baern am Abschluss der Dekade zur Überwindung von Gewalt mitwirken: Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern hat zusammen mit evangelischen Kirchen entlang der Donau das ökumenische und internationale Projekt "Donau-Friedenswelle" initiiert. Im Mittelpunkt steht das gemeinsame Anliegen für Frieden und Gerechtigkeit im zusammenwachsenden Europa. Eine eigens dafür erstellte Gottesdienstliturgie sowie verschiedene Aktionen und Veranstaltungen fließen wie eine Welle von Württemberg über Bayern , Österreich, die Slowakei und Ungarn bis nach Rumänien. Das Wort des Propheten Amos "Es ströme das Recht wie Wasser (Amos 5,24) dienst dabei al Leitmotiv. Mehr Informationen hier: donaufriedenswelle.eu.
Ansprechpartner/-in: Kirchenrat Thomas Prieto Peral (thomas.prietoperal@elkb.de), Heinz Dunkenberger-Kellermann (dunkenberger-kellermann@elkb.de), Claudia Dunckern (claudia.dunckern@elkb.de).



