Horizonte überschreiten – Partnerschaft leben: Penzberg - Jayaque/El Salvador
Idee

Seit vielen Jahren ist die Evangelische Kirche von Penzberg und Seeshaupt mit der evangelischen Gemeinde Jayaque in El Salvador verbunden. Der dortige Bischof Dr. Medardo Gómez (s. Bild) setzt sich mit seiner Kirche für Gerechtigkeit, Solidarität und die Würde aller Menschen ein.
Die Evang.-Luth. Kirche in Bayern hat einen Partnerschaftsvertrag mit der „Gemeinschaft der Lutherischen Kirchen in Zentralamerika“ (Costa Rica, El Salvador, Honduras, Nicaragua). Lebendig wird diese Verbindung durch aktive Gemeinden und Dekanate, die diese Partnerschaft ausgestalten und mit Leben füllen. Darin wird die weltweite Verbundenheit der Christen in freundschaftlicher, spiritueller und karitativer Weise sichtbar.
Durchführung
Kontinuierlich trifft sich der „Freundeskreis El Salvador“ und hält den Kontakt zu den mittelamerikanischen Partnern. Eine besondere Verbundenheit entsteht durch Paten, die Kindergarten- und Schulkinder unterstützen, um ihnen eine gute Ausbildung und somit einen soliden Start in ein eigenständiges Leben zu ermöglichen. Briefe, Fotos und Informationen werden ausgetauscht, auch Gäste eingeladen, die über die Patenkinder berichten können.
Immer wieder gibt es einzelne Veranstaltungen, um die ganze Gemeinde einzubinden.
Bei Informationsabenden vermittelt ein mit dem Partnerland vertrauter Referent meist in Wort und Bild neue Informationen und Eindrücke aus Jayaque. Jährlich wird ein Partnerschaftstag mit einem Gottesdienst und anschließenden Empfang begangen. Dabei kann es um aktuelle Fragen der Partnerschaft gehen.
Besonders vertiefend sind Begegnungsreisen. Eine Delegation aus Penzberg fährt nach Jayaque, um die Partnergemeinde kennen zu lernen und zu sehen wie die Menschen in El Salvador als christliche Gemeinde leben und mit welchen alltäglichen Fragen sie konfrontiert sind. Um eine gute Verständigung zu ermöglichen, gibt eine Lehrerin des Penzberger Gymnasiums der Reisegruppe einen Spanisch- Sprachkurs.
Für karitative Hilfe wird durch besondere Aktionen Geld gesammelt. Ein Flohmarkt oder auch der Weihnachtsmarkt zugunsten der Partnergemeinde oder eine „Gospelnight“ wurden dazu veranstaltet. Diese Einladung war außerdem ein Dankeschön für das Engagement der Paten.
Medikamente werden gesammelt, von einem Apotheker im Freundeskreis mit spanischen Übersetzungen versehen und einem Arzt übergeben, der die Kinder in der Partnergemeinde versorgt.
Erfahrungen
Partnerschaft verbindet, erwirkt Betroffenheit für die Belange der Partner.
Die lutherische Universität in El Salvador wurde grausam überfallen und großer Schaden angerichtet. Die Kirchengemeinde Penzberg will den mittelamerikanischen Glaubensgeschwistern ihr Mitgefühl ausdrücken und lädt zu einem Abendgebet für die Partner mit anschließendem Empfang ein.
Wichtig ist, für eine gute Kommunikation zu sorgen. Eine Übersetzerin erklärt sich ehrenamtlich bereit, hin- und hergehende Briefe ins Spanische zu übertragen.
Hilfreich und wünschenswert ist ein jährlicher Rundbrief an alle Paten über den Stand der Dinge, am besten mit aktuellen Fotos und einem persönlichen Wort der Verantwortlichen aus Jayaque versehen.
Auch die Paten müssen ihren Patenkindern zugeordnet werden. Diese Verwaltung soll auf eine Person konzentriert werden, die spanisch sprechen kann.
„Monte de Penzberg“ nennt die Kirchengemeinde ihre Partnerschaftsarbeit und arbeitet ideenreich daran, die Hindernisse zu überwinden, die sich in diesem interkontinentalen Austausch ergeben. So trägt sie dazu bei, die weltweite Verbundenheit der Christenheit ein Stück erlebbarer zu machen.
Weitere Informationen
Bei Interesse an einer Partnerschaft mit einer Gemeinde in Zentralamerika oder Brasilien:
KR Wolfgang Döbrich
Lateinamerikabeauftragter
Landeskirchenrat
Centrum Mission EineWelt
E-Mail: wolfgang.doebrich@mission-einewelt.de


