Gottesdienste für Angehörige

Auf die Familien von dementen Menschen prasselt eine Vielzahl von existentiellen Fragen ein, die in einen Gottesdienst vor Gott gebracht werden können:

„Schaff ich es, Tag und Nacht für ihn bzw. sie dazusein?“
„Darf ich auch an mich denken?“
„Kann das Pflegeheim nicht besser für ihn/ sie sorgen, als ich?“
„Ich erkenne meine langjährige Partnerin, meine Mutter, meine Oma nicht mehr wieder. Sie ist so ganz und gar verändert. Was bleibt eigentlich, was trägt?“
„Im Licht der Krankheit beurteile ich die Qualität unserer Beziehung ganz neu.“

Ein Gottesdienst mit Angehörigen kann dann entlasten und neue Perspektiven der Beziehung schenken, in die Gott hineinwirkt. Schwierigkeit bleibt selbstverständlich, dass die Angehörigen sich immer darum kümmern müssen, wer während ihrer Abwesenheit den demenzkranken Pflegebedürftigen betreut. Vielleicht gelingt es, mit der Diakonie-Station oder einer Pflegeeinrichtung ein zeitlich parallel laufendes Betreuungsangebot für alle Gottesdienstbesucherinnen und -besucher vorzuhalten.