Jüdische Geimende- und Kultuzentren
Jüdisches Gemeinde- und Kulturzentrum in Bamberg
Die jüdische Gemeinde in Bamberg gehört zu den ältesten in Deutschland. Ihre bisher letzte, 1910 erbaute Jugendstilsynagoge fiel in der Reichspogromnacht dem wütenden Nazimob zum Opfer. Sie wurde angezündet und brannte vollständig aus. Seitdem kann die jüdische Gemeinde in Bamberg nur einen, inzwischen viel zu kleinen, Betsaal nutzen.
Erst durch den Umbau einer alten, im Jahre 1862 errichteten Nähseidenfabrik erhält die Bamberger Gemeinde genügend Platz, um ihre Gottesdienste in einem würdigen Rahmen feiern zu können. So kann nach über sechzig Jahren an eine fast 1000-jährige Kultur jüdischen Lebens in Bamberg angeknüpft werden.
Mehr Information unter http://www.juden-in-bamberg.de/
Jüdisches Gemeinde- und Kulturzentrum am St.-Jakobs-Platz in München
Der Neubau des jüdischen Zentrums am St.-Jakobs-Platz in München ist ein bundesweit beachtetes Projekt mit großer Symbolkraft. Vor allem die Wiedererrichtung der Münchener Hauptsynagoge, die 1938 auf Hitlers Befehl zerstört wurde, setzt einen Meilenstein für die jüdische Gemeinde, auch weit über die Region hinaus.
Nach einer langer Planungsphase begannen die Bauarbeiten mit der Grundsteinlegung am 24. Juni dieses Jahres. Nach Fertigstellung im Jahr 2007 wird das neue Zentrum dann religiöser, kultureller und sozialer Mittelpunkt der, mit 10000 Mitgliedern zweitgrößten jüdischen Gemeinde in Deutschland sein.
Das Projekt umfasst neben der neuen Münchener Hauptsynagoge auch das jüdische Gemeinde- und Kulturzentrum und das jüdische Museum.
Die preisgekrönte Architektur der Synagoge mit einem hoch aufragenden Glaskubus als Dach setzt ein markantes, städtebauliches Zeichen in der Münchener Innenstadt. Das benachbarte Jüdische Gemeinde- und Kulturzentrum beherbergt das Rabbinat, den jüdischen Kindergarten, die jüdische Grundschule, die Bibliothek, die jüdische Volkshochschule, die Sozialstation und die Gemeindeverwaltung. Darüber hinaus entsteht einer der größten Veranstaltungsräume in der Münchener Innenstadt und ein koscheres Restaurant.
Das Jüdische Zentrum am St.-Jakobsplatz ist das größte nicht-kommerzielle Bauvorhaben in Bayern, ja vermutlich in ganz Deutschland.
Mehr Information unter http://www.jakobsplatz.de/
Jüdisches Gemeinde- und Kulturzentrum in Würzburg
Im neuen jüdischen Gemeinde- und Kulturzentrum in Würzburg ist Raum für eine ca. 1000 Quadratmeter große Ausstellungsfläche des Museums “Unterfränkisches Judentum, einen synagogal nutzbaren Saal für 380 Personen, einen Speisesaal mit koscherer Küche und Büroräume der Jüdischen Gemeinde. Darüber hinaus konnte die Synagoge erweitert werden.
Das vielseitig genutzte Zentrum integriert auch Räume für Tagungen und Seminare, Flächen für Schulräume, eine Jugendbegegnungsstätte sowie einen Altenclub und das Dokumentationszentrum der Stadt Würzburg und des Bezirks Unterfranken.
Der gesamte Gebäudekomplex ist architektonisch interessant gegliedert und durch seine exponierte Lage weithin sichtbar. Nach innen öffnen sich die Räume hin zu einem begrünten Innenhof. Der transparente, helle Baukörper schafft eine ruhige, harmonische Arbeitsatmosphäre.
Begonnen wurde der Bau im Oktober 2001. Mittlerweile wurde der erste Bauabschnitt abgeschlossen.
Mehr Information unter http://www.shalomeuropa.de/
Alle drei Zentren zeichnen sich durch besondere Offenheit und Transparenz aus. Sie laden ein zum christlich-jüdischen Austausch und Dialog und sie sind Hoffnung, Heimat und Perspektive für tausende Einwanderer aus Osteuropa, die unsere Hilfe in besonderem Maße benötigen.


