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"Glauben macht Sinn": Der ökumenische Jugendtag der Kirchengemeinden in Haar
Idee
Welchen Sinn macht der Glaube in unserer heutigen Zeit - für Menschen in verschiedenen Lebenssituationen und für jeden von uns ganz persönlich?
Beim ökumenischen Jugendtag am 9.Mai 2009 wollten wir nach Antworten auf diese Frage suchen.
Eingeladen waren alle Jugendlichen sich mit uns auf dem Gelände der drei Haarer Kirchen St. Bonifatius, St. Konrad und der evangelischen Jesuskirche auf die Suche zu machen.
Der ökumenische Jugendtag Haar mit seinen verschiedenen Angeboten sollte den Jugendlichen an Beispielen zeigen, was unser Glaube bewegen kann, und sie im besten Fall berühren und begeistern.
Durchführung
„Chancen mit Sinn“ hieß der Themenschwerpunkt der Jesuskirche. Hier wurde gezeigt, wie sich Christen und christliche Organisationen in Entwicklungsländern engagieren. Zu sehen war ein Film über die Partnergemeinde in Ilembula, Tansania. Außerdem wurde mit Informationen und einer Torwand das Projekt „Club der guten Hoffnung“ vorgestellt, das in Südafrika Straßenkinder durch Fußballspielen von der Kriminalität fernhalten will. An der Station „Aufklärung als Chance“ - AIDS in Afrika und hier“ konnten sich die Jugendlichen mit der Krankheit und dem Schicksal der Betroffenen beschäftigen.
„Leben mit Sinn“ hieß die Station in St. Bonifatius. Wie gestaltet man sein Leben mit einer Behinderung? Wie lernt man damit umzugehen und was spielt der Glaube dabei für eine Rolle? Ein Dunkelcafé und ein Rollstuhlparcours gaben Nichtbetroffenen eine Vorstellung der Schwierigkeiten. Hier konnte man erfahren, wie es ist „blind“ zu essen und zu trinken oder wie es sich anfühlt, wenn jede Treppe ein großes Hindernis darstellt. An einem Infostand des Blauen Kreuzes konnte man sich über dessen Arbeit, sowie Drogen- und Alkoholmissbrauch vor allem unter Jugendlichen informieren.
„Kirche mit Sinn“ waren die Aktivitäten in St. Konrad überschrieben. In einem Weihrauchzelt konnte man eine kleine Pause einlegen und bei Tee und Keksen etwas über das Räucherwerk und dessen Geschichte erfahren. Kreativität war bei der Malaktion gefragt: Jeder malte einen kleinen Teil von einem sehr großen Bild, das später zusammengefügt die „Gemeinschaft Kirche“ symbolisierte. Informieren konnte man sich auch über Berufe in der katholischen und evangelischen Kirche. Außerdem war ein Dialogzelt aufgestellt, in dem die Frage aufgeworfen wurde: „(Wie) macht Kirche für mich Sinn?“.
Nach diesem „Stationenlauf“ kamen alle Teilnehmer zu einem ökumenischen Jugendgottesdienst in der Jesuskirche zusammen. Eine Firmgruppe von St. Konrad sorgte für die musikalische Begleitung. Danach gab die Band Puncher’s Plant ein Konzert vor der Kirche und wer wollte, konnte den Tag in den Jugendräumen ausklingen lassen.
Erfahrungen
Die Planungen hatten eine Vorlaufzeit von ca. sechs Monaten.
Die Vorbereitungen liefen zunächst im kleinen Kreis zwischen Jugendvertreter/Innen der Gemeinde (Ehren-/ und Hauptamtliche). Dann wurden die Jugendleiter der Kirchengemeinden zunehmend mit einbezogen und nach ihren Aktionsangeboten gefragt. So wurde eine möglichst konzentrierte Vorbereitung und auch zugleich die maximale Einbindung der Jugendlichen der drei Gemeinden möglich.
Es hat sich sehr bewährt, den ökumenischen Jugendtag als verbindliche Veranstaltung für Firmlinge und Konfirmanden/Innen in den Jahresplan aufzunehmen, so war zum einen eine planbare Mindestgröße an Teilnehmenden anwesend, und zum andern hat sich gezeigt, dass sich die Jugendlichen gefreut haben, zusammen mit den Freunden der jeweils anderen Konfession am Jugendtag teilnehmen zu können.
Die Jugendlichen konnten sich selbst jeweils einer Gruppe zuordnen, die unbedingt von einem Erwachsenen von Station begeleitet werden sollte.
Der Jugendgottesdienst wurde auch von Erwachsenen (Eltern und Kirchenvorsteher bzw. Pfarrgemeinderäte) begeistert angenommen.
Kontakt
Martina Hirschsteiner, Pfarrerin
Jesuskirche Haar
Waldluststraße 36
85540 Haar
Tel.: 089 - 189 122 25
Fax: 089 - 189 122 27
Martina@jesuskirche.de


