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Nürnberg-Langwasser: Gemeinsame Sondernummer der acht Kirchengemeinden zum Ökumenischen Kirchentag

Idee
Zweimal im Jahr trifft sich eine Ökumenische Dienstbesprechung aller theologischen und theologisch-pädagogischen Mitarbeitenden aus den vier evangelisch-lutherischen und vier römisch-katholischen Kirchengemeinden in Langwasser. In dieser Runde wurde im Vorfeld des Ökumenischen Kirchentages 2010 die Idee eines gemeinsamen ökumenischen Gemeindefestes im Juli und die Idee einer gemeinsamen ökumenischen Gemeindebriefnummer im Kirchentagsmonat Mai geboren. Ökumene vor Ort sollte als Inhalt transportiert werden und zugleich auf die ökumenische „Großwetterlage“ des Kirchentages hinweisen.

Durchführung
Weil die vier evangelischen Kirchengemeinden ohnehin einen gemeinsamen Gemeindebrief (10 Ausgaben im Jahr), der mit einer Auflage von 7750 Stück alle evangelischen Haushalte in Langwasser erreicht, herausgeben, war die Abstimmung auf dieser Seite unkompliziert. Die Aprilausgabe musste wie die gewohnten Doppelnummern im Dezember/Januar und August/September die gemeindlichen und gottesdienstlichen Informationen auch für den Monat Mai beinhalten. Die katholischen Gemeinden taten sich in der Abstimmung dagegen etwas schwerer. Nicht jede der Gemeinden ließ ihren Gemeindebrief zugunsten der ökumenischen Nummer ausfallen. Auch nahmen nicht alle Gemeinden die Stückzahl für alle katholischen Haushalte ab. Selbst in den sehr benachbarten katholischen Gemeinden in Langwasser gibt es doch spürbar unterschiedliche ökumenische Geschwindigkeiten. Dennoch wurde eine Auflage von 14.350 Exemplaren erreicht. Die Finanzierung erfolgte ohne Werbung nur durch die Kirchengemeinden in Relation zur abgenommenen Stückzahl. Der bewährte „workflow“ des evangelischen gemeinsamen Gemeindebriefes konnte auch für die ökumenische Nummer genutzt werden. Das Layout wurde aus der evangelischen Ausgabe entwickelt, blieb aber in Gestaltung und Farbgebung doch deutlich davon abgesetzt (Schrift Verdana statt Rotis, Schmuckfarbe Orange durch Magenta ersetzt).

Jede der acht Gemeinden durfte selbständig drei DIN-A5-Seiten inhaltlich füllen – zum Abschluss jeweils die nötigsten Kontaktinformationen. Jeder Gemeinde wurde ein Motto der letzten acht Gebetswochen für die Einheit der Christen für einen geistlichen Impuls zugewiesen. Den Gemeindeseiten vorangestellt wurde ein redaktioneller Teil von sieben Seiten mit Editorial (ökumenisch verantwortet), der Einladung zum 2.ÖKT und vier Seiten mit ökumenischen Beispielen aus Langwasser, die auch über Langwasser hinausreichen, sowie einer Kinderseite. Das Titelblatt verweist mit den Türmen der Münchner Frauenkirche und dem Segenskreis des ÖKT auf den ÖKT in München. Der Rücktitel lädt zu den ökumenischen Veranstaltungen zwischen Mai und August in Langwasser ein.
Ein ehrenamtlicher Layouter des evangelischen Gemeindebriefes hat dann die eingereichten Beiträge und Informationen im durchgehenden Layout termingerecht umgesetzt.

Erfahrung
Ohne den eingeübten und disziplinierten „workflow“ des evangelischen Gemeindebriefes wäre die Aufgabe der Kommunikation und Disziplinierung von acht zuliefernden Gemeinden nicht gelungen. Ein langer Vorlauf, eine gute und durchschaubare Konzeption einer solchen Sondernummer sowie ein genauer Terminplan haben das Vorhaben gelingen lassen. Das verdichtete städtische Umfeld Langwassers mit acht gleichberechtigten und historisch ähnlichen Kirchengemeinden (die Kirchen sind allesamt zwischen 1961 und 1986 entstanden) waren eine gute Voraussetzung für die Akzeptanz der ökumenischen Gemeindebriefnummer.  Die größte Irritation entstand bei manchen evangelischen AusträgerInnen, die meinten, im Mai keinen Brief austragen zu müssen, weil die Aprilausgabe doch eine Doppelnummer gewesen sei.

Kontakt
Pfr. Daniel Szemerédy
Dietrich-Bonhoeffer-Kirche, Nürnberg
Tel.: 0911 – 8 14 93 80
Email: szemeredy@evangelisch-in-langwasser.de

Pfr. Thaddäus Posielek
Kirche Menschwerdung Christi, Nürnberg
Tel.: 0911 – 8 14 89 98
Email: pfarramt@Menschwerdung-Christi.de