Fronleichnamsprozession: Ökumenische Station
Erfahrungen aus Puchheim/ Dekanat Fürstenfeldbruck
Idee
Die Idee zu einer Ökumenischen Station wurde in Puchheim erstmals im Jahr des Deutschen Evangelischen Kirchentags in München 1993 praktiziert und in den Folgejahren mehrfach wiederholt.
Ausgangspunkt und Ziel war, die langsam gewachsenen Gemeinsamkeiten im theologischen Denken über die Gegenwart des Herrn in der Eucharistie in die Praxis des gelebten Glaubens und Feierns umzusetzen, sowie Vorurteile und gegenseitige Missverständnisse abzubauen. Auch im Bezug auf die Fronleichnamsprozession gilt es, die Verbundenheit im Glauben an Christus trotz noch bestehender Unterschiede auszudrücken und weitere Schritte auf dem Weg zu einer "versöhnten Verschiedenheit" zu gehen.
Durchführung
Eine solche Ökumenische Station ist nach Erachten der Veranstalter nur in Gemeinden möglich und sinnvoll, in denen schon bisher ein gutes und vielfältiges ökumenisches Miteinander praktiziert wird. Voraussetzung ist außerdem, dass sich keiner der Beteiligten gedrängt oder vereinnahmt fühlt, sondern der Wille zum Ausdruck kommt, das gemeinsam zu tun, was heute schon gemeinsam getan werden kann. Dazu sind gründliche und vertrauensvolle Vorgespräche der beteiligten Seelsorger/innen nötig. Gemeindemitglieder sind rechtzeitig und gründlich über Absicht und Form dieser ökumenischen Station zu informieren. Es ist nahe liegend, dass das Thema der ökumenischen Station das Gebet um die Einheit ist und dies in den Liedern, Lesungen und Gebeten zum Ausdruck kommt.
Zeitpunkt ist der Tag der Fronleichnamsprozession, besonders geeignet ist der Sonntag nach dem Fronleichnamsfest, so dass die evangelischen Gemeindeglieder ohnehin in ihrer Kirche anwesend sein können. Der Ort der ökumenischen Station befindet sich vor der evangelischen Kirche.
Erfahrungen
Wenn sich die Beteiligten über die grundsätzlichen Fragen einig sind, werden sie nach den örtlichen Gegebenheiten diesen Teil der Prozession gestalten können. Wenn Mitglieder der evangelischen Gemeinde beteiligt sind, ist es angebracht den Schlusssegen an dieser Station als ökumenischen Segen beider Seelsorger/innen mit der Hand zu erteilen und eventuell auf den Segen mit der Monstranz zu verzichten.
Die Reaktionen der katholischen und evangelischen Gemeindmitglieder waren durchwegs positiv und ermutigen dazu, diese Form regelmäßig in die Fronleichnamsprozession einzubeziehen.
Kontakt
Edgar Fahmüller
Edelweißstraße 81 82178 Puchheim
089/803106
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