Frauenfußball-WM 2011: Anpfiff in Augsburg
Am Sonntag, 26. Juni, fällt endlich der Startschuss für die "Frauenfußball-WM 2011"! Ob die Ladys am Leder uns ein neues Sommermärchen bescheren werden, bleibt abzuwarten, sicher dagegen ist: Die deutschen Austragungsorte glänzen mit tollen Veranstaltungen rund um das große Fußballereignis. Auch mitten in Bayern: Unter den deutschen Städten, die ihr Stadion zur Verfügung stellen, befindet sich auch Augsburg. Hier präsentieren wir Ihnen eine Auswahl an Veranstaltungen!
„City of peace“ unter diesem Namen präsentiert die Stadt Augsburg als Austragungsort der Fußball-WM der Frauen ein umfangreiches Begleitprogramm. Mit einem internationalen „Peacecup“, einer Theaterrevue, einem Kunstprojekt und diversen Ausstellungen, Konzerten, Workshops und Vorträgen präsentiert sich die „Stadt des Religionsfriedens“ so bunt und international wie ihre Einwohner und Gäste.
Ehren- und Hauptamtliche, Sportvereine und Schulen, Theater und Symphonie, Poeten und die Augsburger Puppenkiste beteiligen sich daran. Mitten drin: die Kirchen, die in ökumenischer Gemeinschaft spirituelle Impulse setzen und beispielsweise mit einer „fairen Modenschau“ zeigen, dass wirklicher Frieden auch Gerechtigkeit erfordert.
Interreligiöse Soccer-Andacht "Fußballgötter"
Teams aus mindestens sechs Nationen – Äquatorialguinea, Nordkorea, England, Japan, Norwegen und Schweden - werden während der Fußball-WM der Frauen in Augsburg zu Gast sein. Neben den großen WM-Spielen (Mittwoch, 29. Juni 2011, 15:00 Uhr Äquatorialguinea – Norwegen; Samstag, 2. Juli 2011, 14:00 Uhr Nordkorea - Schweden; Dienstag, 5. Juli 2011, 18:15 Uhr England – Japan; Sonntag, 10. Juli 2011, 13:00 Uhr Viertelfinale Sieger Gruppe C – Zweiter Gruppe D;) werden viele kleine Turniere - vom Promi- bis zum Integrationscup stattfinden. Allen voran, der „Peace Cup“ (24. – 26. Juni), ein internationales Straßenfußballturnier mit Mannschaften aus Ruanda, Israel-Palästina, Kambodscha und dem ehemaligen Jugoslawien, die sich in ihrem Land für den Frieden engagieren, sowie vier Teams des Augsburger Stadtjugendring. Mit einer interreligiösen Soccer-Andacht „Fußballgötter“ wird das Friedensturnier eröffnet, denn, so die Veranstalter, “Fußball kennt keine Konfessionen – Katholiken wie Moslems, Juden wie Hindus, Buddhisten, Protestanten und Atheisten jagen überall dem selben Ball nach.“
Inmitten des ganzen Trubels laden die Kirchen zum Durchatmen ein: Zu einem ökumenischen „Lauf im Puls“ nach St. Ulrich laden die Kirchen am Samstag, 2. Juli, 10 Uhr, alle Laufbegeisterten ein. In gemütlichem Lauf geht es etwa acht Kilometer durch den Siebentischwald, immer wieder unterbrochen von spirituellen Impulsen zum Thema „Sport und Religion“. Vom 27. Juni – 8. Juli besteht wochentags um 12 Uhr in der Klosterkirche Maria Stern die Gelegenheit, bei einem geistlichen Impuls zur Mittagszeit, der von verschiedenen kirchlichen Organisationen und Verbänden gestaltet wird, Atem zu holen und innezuhalten. Und am Donnerstag, 7. Juli um 19.30 Uhr lädt Evangelisch St. Ulrich zum „Feierabend“, einem ökumenischen Frauengottesdienst ein.
Sport- und Freizeitkleidung bis hin zur Abendgarderobe
Ein weiterer Höhepunkt im Programm der Kirchen ist der "Faire Catwalk" – eine Modenschau der besonderen Art. Am Mittwoch, den 29. Juni um 17 Uhr präsentieren Sportlerinnen und junge Frauen eine breite Palette an moderner Sport- und Freizeitkleidung bis hin zur Abendgarderobe (Bühne bei der Großleinwand am Augsburger Stadtmarkt). Die Models zeigen, wie man sich schön und doch fair kleiden kann. Parallel zur Fußballweltmeisterschaft findet auch die Fair Handels Messe Bayern im Augsburger Rathaus statt, die von der Bayerischen Staatskanzlei und der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern gefördert wird (9. Juli, 10.30 – 17 Uhr). Auf dem Marktplatz des fairen Handels in Bayern präsentieren sich lokale und überregionale Fair-Trade Initiativen und Nichtregierungsorganisationen mit Ständen und Infoshops vor. Ein Sonderstand informiert über die Thematik: Frauen-Fußball – Fairer Handel. Mehr dazu hier.
Auch die Vergangenheit des Fußballs soll beim WM-Rahmenprogramm in Augsburg nicht vergessen werden: Mit der Ausstellung „Kicker, Kämpfer und Legenden“ erinnert das jüdische Kulturmuseum bis zum 17. Juli an jüdische Pioniere des deutschen Fußballs. Und am 28. Juni um 19 Uhr erinnert Werner Skretny, Hamburg an Julius Hirsch, den Nationalspieler, der in Auschwitz starb.
Während der ganzen Fußball WM der Frauen möchte sich Augsburg von seiner herzlichen Seite zeigen: Über Ehrenamtliche stehen als SymPaten bereit, die Gäste freundlich zu empfangen und es ihnen erleichtern, sich in der Stadt zurecht zu finden. Hier finden Sie das vollständige Begleitprogramm.


