Begegnung mit dem Islam: Feste und Feiertage

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Religiöse Festtage gemeinsam feiern

Bereits in früheren Zeiten des toleranten Zusammenlebens von Juden, Christen und Muslimen war es üblich, dass jede der Religionen der anderen zu hohen Feiertagen Glückwünsche überbringt und evtl. einen Besuch abstattet. Dies ist auch heute unter Nachbargemeinden eine schöne Geste zwischen Christen, Muslimen und Juden.

Gerade die Fastenzeit des Ramadan, in der sich täglich viele Menschen abends zum gemeinsamen Essen in der Moschee versammeln, bietet sich an als Besuchsmöglichkeit auch für christliche Gruppen. Themen für solche Zusammentreffen könnten die gemeinsame Tradition des Fastens sein oder andere religiöse Themen, die in dieser Zeit des Ramadan für Muslime eine besondere Rolle spielen. Mitzuerleben, wie am Abend das Fasten gebrochen wird, und dies miteinander zu tun, ist sicherlich auch für christliche Gruppen eine bereichernde Erfahrung.

Das Opferfest wiederum bietet sich an, um über die gemeinsame Wurzel der abrahamitischen Tradition zu sprechen: Welche Rolle Abraham in der jeweils eigenen Religion und eigenen Frömmigkeit spielt. Auch der Gedanke des Teilens mit den Bedürftigen, die Frage der sozialen Gerechtigkeit, klingt in diesem Fest an und könnte zum Thema werden. Und die Wallfahrt nach Mekka kann mit dem christlichen Wallfahrtsgedanken verglichen werden.

Ebenso bieten sich natürlich die großen christlichen Feste an, um einen Begegnungsraum mit der islamischen Nachbargemeinde zu schaffen. Muslime können zu einer Weihnachtsfeier eingeladen werden. Sicher ist es für sie interessant zu erleben, wie wir als Christen über die Geburt Christi sprechen und sie erleben; Geburtsgeschichten Jesu in Bibel und Koran zu vergleichen erstaunt bestimmt beide Seiten.

Neben all dem, wie christliche Gemeinden am Feiern der muslimischen Nachbargemeinde Anteil nehmen können und umgekehrt, bieten sich auch noch die Bereiche Kindergarten, Schule oder Kinder- und Jugendarbeit an, in denen die gemeinsame Feier ihren Platz haben sollte. Und sicherlich haben viele auch auf der privaten Ebene muslimische Nachbarinnen oder Nachbarn, die sich über ein Wahrnehmen ihrer Feste und über eine Einladung zu unseren Festen freuen würden.