Evangelisches Profil
„Die evangelischen Schulen in Bayern finden ihre Orientierung in den Worten der Bibel und gehen mit ihrem Tun und Handeln auf Gottes Wort ein. Dabei zeichnen sie sich durch vielfältige pädagogische Konzepte und jeweils eigene Schwerpunkte aus, verwirklichen ein am christlichen Glauben orientiertes Bildungsverständnis, erziehen zur Verantwortung für sich selbst und Andere und gestalten auf diese Weise christliche Schulkultur“, so Landesbischof Dr. Johannes Friedrich zum Profil evangelischer Schulen.
„Miteinander leben, lernen und glauben im Spielraum christlicher Freiheit“ – so lautet die Kompetenzaussage, die von Vertreterinnen und Vertretern evangelischer Bildungseinrichtungen für das Evangelische Schulwesen in Bayern formuliert wurde. Trotz der gemeinsamen Kompetenzaussage legen die einzelnen Schulen jedoch großen Wert auf ihre Individualität und betonen damit den „Spielraum christlicher Freiheit“, der zum Markenzeichen des evangelischen Schulwesens in Bayern geworden ist. Aus diesem Grund gibt es auch kein spezifisch evangelisch geprägtes pädagogisches Konzept für die evangelischen Schulen. Sie zeichnen sich durch vielfältige pädagogische Konzepte aus mit jeweils eigenen konzeptionellen und methodischen Schwerpunkten.
Dennoch können fünf Kernaussagen evangelischen pädagogischen Denkens und Handelns festgestellt werden, die auch für die Zukunft der evangelischen Schulen entscheidend sind:
1. Evangelische Schulen sind „gute Schulen“. Sie wollen stets Vorreiter im pädagogisch-didaktischen Bereich sein und junge Menschen auf ein selbst verantwortetes Leben und lebenslanges Lernen vorbereiten und ihr kritisches Urteil schärfen.
2. Evangelische Schulen verwirklichen ein am christlichen Glauben orientiertes Bildungsverständnis. Sie betonen die Wichtigkeit des Orientierungswissens gegenüber dem Verfügungswissen betonen und versuchen ein ganzheitliches Menschenbild unter Einbeziehung der religiösen Dimension zur Geltung zu bringen.
3. Evangelische Schulen erziehen zur Verantwortung für sich selbst und Andere. Der Einsatz für sozial Benachteiligte, die Abwehr extremistischer Tendenzen und die Verantwortung für die Eine Welt stehen an evangelischen Schulen als Erziehungsziele ganz vorn.
4. Evangelische Schulen gestalten christliche Schulkultur. Die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Eltern ist den Evangelischen Schulen ein wichtiges Anliegen. Die Schulen sollen Lebensraum und Heimat für ihre Schülerinnen und Schüler sein.
5. Evangelische Schulen sind Kirche vor Ort. Sie bemühen sich um die Vernetzung mit der Ortsgemeinde und der kirchlichen Jugendarbeit. Sie sind zugleich Orte des interreligiösen Lernens, an denen ein friedliches und verantwortungsvolles Miteinander der Religionen eingeübt und praktiziert wird.
Anhand von vier Evangelischen Schulen in Bayern möchten wir Ihnen die Umsetzung dieses evangelischen Profils vorstellen:
>> Evangelische Grundschule Hof
>> Albrecht-Schnitter-Schule. Private Berufsschule zur sonderpädagogischen Förderung. Förderschwerpunkt Lernen
>> Wilhelm-Löhe-Schule in Nürnberg
>> Landschulheim Elkofen in Grafing bei München



