Evangelische Tageseinrichtungen für Kinder
Als zentraler Ort für Familien kann die evangelische Kindertagesstätte vor Ort Ausgangs- und Bezugspunkt vielfältiger Familienarbeit und Gemeindeentwicklung sein. In evangelischen Tageseinrichtungen für Kinder werden Bildungsprozesse vom Kind her gestaltet: Elementarpädagogen und -pädagoginnen arrangieren eine Umwelt, in der die eigenständige Bildung von Kindern angestoßen und gefördert wird. Die evangelischen Tageseinrichtungen bieten eine wichtige Basis, um Kindern und ihren Eltern Kontakt mit religiösen Fragestellungen zu ermöglichen.
Immer mehr Kinder erleben an diesen Orten erste Begegnungen mit dem Glauben an Gott. Neben christlichen Ritualen wie Morgen- oder Tischgebet wird auch im gestalteten Alltag gemeinsam mit Eltern und Kindern erlebt und reflektiert, wie Glaube in praktischen Lebensvollzügen Gestalt gewinnt. Dadurch erschließen sich Kinder die religiöse Welt in ihrer Vielfalt und gewinnen eine eigene Position. Darüber hinaus lernen Kinder an diesem Ort Selbstständigkeit und Verantwortung sowie den Umgang mit Konflikten.
Durch diesen erfahrungsbezogenen Prozess bietet die Bildungsarbeit der evangelischen Tageseinrichtungen für Kinder einerseits ein Hineinwachsen in lebendige christliche und kirchliche Traditionen, wie dem Jahreskreislauf, auch und gerade angesichts der multikulturellen und multireligiösen Vielfalt, die in den meisten Kindertagesstätten längst zum Normalfall geworden ist. Andererseits ermöglicht diese Bildungsarbeit - jeweils auf der Basis von gegenseitiger Partnerschaft und Anerkennung - Kontakte und Verknüpfungen mit der jeweiligen Kirchengemeinde, ihren Angeboten - wie etwa Familiengottesdienste - und ihrem Konzept von Gemeinde und Gemeindeaufbau.
Mit dem Besuch in einer der derzeit fast 1.200 Kindergärten, Kinderkrippen, Kinderhorte oder Netz für Kindergruppen erfahren weit über 60.000 Kinder und deren Eltern täglich, auf welche Art und Weise Bildung in evangelischen Tageseinrichtungen für Kinder gestaltet und vollzogen wird. Daraus ergibt sich ein verantwortliches Handeln sowohl der Mitarbeitenden in den Kindertagesstätten als auch der Kirchengemeinde als Träger solcher Einrichtungen. Dies zeigt sich für beide Seiten unter anderem in einer kontinuierlichen Qualifizierung in pädagogischen, rechtlich-wirtschaftlichen und religiösen Fragen, einer vertrauensvollen Zusammenarbeit und Kommunikation sowie in der steten Herausforderung, das evangelische Profil sichtbar und erlebbar zu machen.
Lesen Sie auch den Atikel Kindergarten – Herzstück einer familienfreundlichen Gemeinde erschienen in der eaf-Broschüre „Kirchengemeinden - Orte für Familien“.
--> Kindertageseinrichtungen in Bayern auch nach Trägern sortiert (kommunale, kirchliche und andere freie Träger) finden Sie hier.
Der „Bayerische Landesverband Evangelischer Tageseinrichtungen und Tagespflege für Kinder e.V.“ mit Sitz in Nürnberg unterstützt die Träger von evangelischen Tageseinrichtungen für Kinder bei der Erfüllung ihrer Aufgaben. Dazu bietet der Verband Fachberatung sowie Fort- und Weiterbildungen für die über 800 Trägervertreter/innen und deren mehr als 6.000 pädagogischen Mitarbeiter/innen. Daneben vertritt der Verband die Interessen der Träger in der Öffentlichkeit und vor Entscheidungsträgern in der Politik und nimmt Einfluss auf die für die Bildung in evangelischen Tageseinrichtungen für Kinder notwendigen Rahmenbedingungen.
--> Weitere Informationen zum Bayerischen Landesverband Evangelischer Tageseinrichtungen und Tagespflege für Kinder können Sie unter www.elvkita.de/ nachlesen.



