Die Kriterien des Eskalationsmodells
Kriterien der ethischen Bewertung gentechnischer Eingriffe am Menschen sind:
- Das ärztliche Berufsethos
- Die Menschenwürde
- Das Verständnis von Krankheit
- Die Öffentlichkeit der Wissenschaft
Diese Kriterien wurden in der Annahme gewählt, dass sie im Prinzip als konsensfähig gelten können, auch wenn in der Praxis ihre Anwendung oft strittig ist.
Konkrete ethische Urteilsbildung muss sich an Voraussetzungen orientieren, die als Grundelemente allgemeinen, öffentlichen, kulturellen und ethischen Konsenses in Anspruch genommen werden können.
Gentechnische Eingriffe werden ausgehend von derzeit bereits angewandten Verfahren bis zu hypothetischen Eingriffen ethisch bewertet. Sie werden anhand ihrer "Eingriffstiefe", ihrer medizinischen Wünschbarkeit und ihrer ethischen Vertretbarkeit in sieben Stufen eingeteilt. Diese Einstufung erfolgt anhand spezifischer Kriterien. Nach dem Modell sind nur solche gentechnischen Eingriffe am Menschen ethisch vertretbar, die sich mit dem Berufsethos des Arztes und der Menschenwürde vereinbaren lassen, die zur Behandlung als solche anerkannter Krankheiten durchgeführt werden und die die Öffentlichkeit der Wissenschaft nicht scheuen müssen.
Die 3. Auflage des Eskalationsmodells ist 1999 unter dem Titel "Gentechnik: Eingriffe am Menschen" im Herbert Utz-Verlag München (ISBN 3-89675-907-8) erschienen und kostet 9,80 €.


