Begegnung mit dem Islam: Der Islam - furchterregend fremd oder überraschend nah?
Der gesamte Aufsatz ist als download-dokument frei verfügbar. Hier finden Sie im Folgenden kurze Ausschnitte und die Gliederung des Artikels von Prof. Johannes Triebel, Beauftragter für den Interreligiösen Dialog in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern in den Jahren 2000 bis 2007:
Angst und Faszination
(…)Wenn wir mit Muslimen im Gespräch sind, wird uns immer wieder beides begegnen, Nähe und Ferne, Vertrautes und Fremdes. Wenn wir Muslime verstehen wollen, müssen wir uns deshalb mit dem, was ihre Religion prägt, was ihren Glauben ausmacht, beschäftigen. Denn nur wenn wir von einander wissen, über den jeweiligen Glauben Bescheid wissen, können wir zu einem guten, angstfreien Miteinander in unserer Gesellschaft und weltweit kommen. Ich will dies an zwei Beispielen aus dem islamischen Kontext veranschaulichen, die normalerweise nicht im Mittelpunkt des Dialogs stehen, nämlich einmal dem Verständnis der Heiligen Schrift und zum anderen der Frage, welche Stellung der Islam selbst zu den Fremden, den Andersgläubigen einnimmt. In einem dritten Teil will ich dann nach unseren "Hausaufgaben" für den Umgang mit dem Islam bei uns fragen:
I. Der Islam als Schriftreligion
Die Bücher Gottes
Verfälschungen?
Das Wort des Lebens
II. Gläubige und Ungläubige im Islam
Schutzverträge
Religionsfreiheit?
Islamischer Terror?
III. Dialogische Gemeinschaft
(…)In der Begegnung mit anderen Religionen gilt es, sich immer wieder vor Augen zu halten, dass jede Religion nicht nur eine theoretische Angelegenheit ist, ein System von Lehren, sondern "immer auch gelebtes Leben, eingeschrieben in die Herzen der Menschen und von daher für alle religiösen Menschen eine höchst gegenwärtige und durchaus den Alltag bestimmende Angelegenheit" ist. Bei der Begegnung mit Muslimen kommt es darauf an, "langsam von innen her zu verstehen, warum der Muslim Gott und die Welt ... mit anderen Augen sieht, mit anderem Herzen erlebt als etwa Christen."
Grundgebot des Verstehens,
der Liebe,
des Zeugnisses


