Bildung
Eine Altersdemenz stellt Werte wie persönliche Freiheit und Autonomie, die Fähigkeit zum Genießen und zum lebenslangen Lernen, schließlich sogar die eigene Identität in Frage. Ängste davor mögen zur gesellschaftlichen Tabuisierung dieser Krankheit beigetragen haben. Was tabuisiert ist, macht aber noch mehr Angst. Ein negativer Kreislauf von Nichthinschauen- und Nichtwahrhaben- Wollen beginnt. Das gilt nicht nur für Erwachsene, manchmal für Kirchengemeinden, sondern auch für Kinder und Jugendliche, die mit dem rasanten Alterungsprozess unserer Gesellschaft und der gestiegenen individuellen Lebenserwartung mehr und mehr demente Groß- und Urgroßeltern, manchmal sogar Eltern erleben.
Nur wer aufgeklärt ist und weiß, welche Hilfen bereit stehen und dass es auch für demente Menschen noch Lebensqualität geben kann, wird auf Dauer mit dieser Situation zurecht kommen.
Die bayerische Landeskirche hat deshalb für alle Schularten und für Veranstaltungen der Erwachsenenbildung Arbeitshilfen erstellt, die das Thema „Demenz“ in didaktisch aufbereiteter und fächerübergreifender Form mit einer Fülle von Hintergrundinformationen, Medien und Materialien erschließen:
>> Heiner Aldebert, Jenseits der Freiheit. Demenz verstehen, Verständnis entwickeln, Zusammenleben gestalten. Eine Arbeitshilfe für das Gymnasium, für andere weiterführende Schulen und Bildungseinrichtungen, Themenfolge 132 (2006), Gymnasialpädagogische Materialstelle, Marquardsenstr. 2, 91054 Erlangen; Tel: 09131-24001; info@materialstelle.de.
>> Heiner Aldebert, Johannes Ammon, Sabine Grünert, Herbert Kolb, Gertrud Miederer, Klaus Wild, Oma lebt in einer anderen Welt. Altersdemenz wahrnehmen – Verständnis entwickeln - Zusammenleben gestalten. Eine Unterrichtshilfe für Grundschule, Förderschule, Hauptschule, Realschule und die Konfirmandenarbeit (2006), Religionspädagogisches Zentrum Heilsbronn, Abteigasse 7, 91560 Heilsbronn; Tel: 09872-509-143; materialstelle.rpz-heilsbronn@elkb.de
>> Medienpaket Demenz – Bestellnummer: MP 00850, bei: Evang. Medienzentrale Nürnberg, PF 44 04 51, 90209 Nürnberg, Tel: 0911-4304215. info@emzbayern.de und im Internet.



