Da berühren sich Himmel und Erde
Festtage der Nürnberg-Fürther Kirchen
Idee
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Leben ist ein Fest. Glaube braucht Begegnung und Berührung. Mit Musik und Kunst, mit Feiern und Leichtigkeit, mit Informationen und Diskussionen, mit Beten und Schweigen. Das kann nur vor der eigenen Haustür beginnen und muss über sie hinausgehen. Ein regionaler Kirchentag soll es werden, der länger als ein Tag dauert und den Charakter des Festes behält.
Durchführung
Die Festtage, die 1994 und 1998 in der Region Nürnberg und Fürth stattgefunden haben, sind strukturiert durch den Wechsel von regionalen und zentralen Veranstaltungen und in vier Tage – von Donnerstag bis Sonntag - gegliedert: der erste Tag ist bestimmt von den Eröffnungsveranstaltungen; am zweiten Tag kommen vor allem thematische Veranstaltungen zu „Da berühren sich Himmel und Erde“ (z.B. soziale Fragen wie Arbeitslosigkeit, spirituelle Fragen nach Leid und Liebe, musikalische Veranstaltungen u.v.m) zum Zug.
So verschieden die Gemeinden und Menschen sind, die etwas vorbereiten, so verschieden sind auch die Angebote. Der dritte Tag ist charakterisiert durch Märkte der Begegnungen in Nürnberg und Fürth, durch Jugendveranstaltungen, einen ökumenischen Festgottesdienst in der Nürnberger Innenstadt mit anschließendem Stadtfest.
Der vierte Tag wird geprägt durch die (sonntäglichen) Gottesdienste und den sich in vielen Gemeinden anschließenden ökumenischen Begegnungen und (Stadtteil-)Feste. Begleitend und darüber hinaus wurden in und vor den Nürnberger und Fürther Kirchen Kunstobjekte zum Hauptthema aufgestellt und installiert, um so einen bleibenden Denkanstoß zu vermitteln.
Erfahrungen
Ca. 30 000 Menschen haben an diesen Festtagen teilgenommen; etwa 5 000 haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende haben sie ausgerichtet. Der Großraum Nürnberg-Fürth bot vom ökumenischen Klima, von den politischen und kirchlichen Strukturen gute Voraussetzungen für diese Veranstaltung. Wer darauf nicht aufbauen kann, muss mit einer wesentlich intensiveren Arbeit in der Initialisierungsphase rechnen. Die Vorbereitung der Festtage bot den Gemeinden und Einrichtungen die Möglichkeit, die bestehenden ökumenischen Kontakte zu vertiefen, aber auch neue zu knüpfen.
Für die Mitarbeitenden ergab sich das Problem, eine Menge des Programms gar nicht wahrnehmen zu können, weil sie selbst bei der Durchführung engagiert waren. Die Größe der Veranstaltung mit einem Finanzvolumen von rund 250 000 DM erfordert eine sehr klare Leitungsstruktur und einen hohen Personaleinsatz; der Vorlauf sollte mindestens 1 1/2 Jahre betragen.
Ökumene ist wichtig und kann beflügelnd sein, macht aber auch viel Arbeit – so ließe sich das Ereignis zusammenfassen.
Aber wenn dann Menschen sagen: Da haben sich tatsächlich Himmel und Erde berührt, dann ist klar: es hat sich gelohnt.
Kontakt
Dr. Arne Manzeschke,
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