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Christlich-jüdischer Dialog

“Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich in ihrer Mitte“, sagt Jesus zu seinen Jüngern. Nimmt man diese Worte ernst, dann ist in jedem christlichen Gottesdienst mindestens ein Jude dabei: Jesus aus Nazaret, Sohn des jüdischen Zimmermanns Josef und seiner jüdischen Frau Maria, der sein Leben lang in den jüdischen Traditionen verwurzelt blieb und mit einem Psalmvers auf den Lippen starb. Die Frage nach dem Verhältnis von Christen und Juden führt in die Mitte des christlichen Glaubens. Das betont auch die Erklärung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern zum Thema „Christen und Juden“. Diese finden Sie HIER.

Woche der BrüderlichkeitJudentum und Christentum leben aus einer gemeinsamen biblischen Wurzel. In einem Jahrhunderte langen, vielfältigen Prozess der Abgrenzung und des Lernens voneinander entstanden die Religionsgemeinschaften in ihrer heutigen Form. Immer wieder kam es zu gewaltsamen Übergriffen und Pogromen gegen Juden, die in der Vertreibung und Ermordung fast aller deutschen Juden in der Zeit des Nationalsozialismus gipfelten. Sich dieser Geschichte in ihrer Vielfalt und den damit verbundenen Fragen zu Schuld und Verantwortung zu stellen, ist eine wichtige Aufgabe für Christinnen und Christen.

Die verschiedenen Lebens- und Glaubenswelten von Christen und Juden wahrzunehmen, Gemeinsamkeiten zu erkennen und den anderen in seinem Anderssein zu akzeptieren sind Ziele des jüdisch-christlichen Dialogs. Juden und Christen gelangen dadurch zu einem vertieften Verständnis ihres je eigenen Glaubens, lernen die andere Seite genauer kennen und setzen sich gemeinsam für eine Welt des Friedens und der Gerechtigkeit ein.

Ansprechpartner der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern für den christlich-jüdischen Dialog ist "Begegnung von Christen und Juden. Bayern" (BCJ.Bayern).