Wie hilfreich finden Sie diesen Artikel?
gut Bewertung 1 Bewertung 2 Bewertung 3 Bewertung 4 Bewertung 5 Bewertung 6 schlecht

Was wollen Sie im neuen Jahr?

Mehr außer mir sein

Mehr nehmen

Mir näher kommen

Mehr geben



nur Ergebnisse anzeigen


Es haben bisher 168 Benutzer abgestimmt
 
  • Diese Seite bei Technorati bookmarken.
  • Diese Seite bei Twitter bookmarken.
  • Diese Seite bei MySpace bookmarken.
  • Diese Seite bei Netvibes bookmarken.
  • Diese Seite bei Yahoo bookmarken.
  • Diese Seite bei Delicious bookmarken.
  • Diese Seite bei Mr. Wong bookmarken.
  • Diese Seite bei Stumpleupon bookmarken.
  • Diese Seite bei Facebook bookmarken.
  • Diese Seite bei Google bookmarken.

Biblisch-theologische Grundlagen

„Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn, und schuf ihn als Mann und Frau“ (1. Mose 1,27)

In der Debatte um Bildungsgerechtigkeit, um Bildung für alle, um ein Recht auf Bildung spielt das Menschenbild eine zentrale Rolle.
Als Christen verstehen wir den Menschen als Geschöpf Gottes, als ein Wesen, das seine Würde und seine Bestimmung nicht aus sich selbst heraus, sondern von Gott erhält.
Das christliche Denken und Handeln in Bezug auf Bildung gründet auf den Erkenntnissen der Bibel und der christlichen Tradition über den Menschen in seiner Beziehung zu Gott.

„Doch wir wissen, dass der Mensch durch Werke des Gesetzes nicht gerecht wird, sondern durch den Glauben an Jesus Christus“ (Galater 2, 16)

Als Protestanten glauben wir, dass sich der Mensch nicht durch guten Willen und rechte Taten vor Gott beweisen kann oder gar muss, sondern Befreiung allein durch den Glauben an Jesus Christus erhält.
Diese Rechtfertigung allein aus Gottes Gnade löst den Menschen aus dem Zwang sich ökonomisch, sozial oder moralisch selbst rechtfertigen zu müssen und macht ihn frei gegenüber seinem Nächsten.
Kirchliche Bildungsarbeit hat demzufolge Freiräume und Freiheiten, die in einer primär ökonomisch denkenden und handelnden Gesellschaft immer seltener werden.

“Seid allezeit bereit zur Verantwortung vor jedermann, der von euch Rechenschaft fordert über die Hoffnung, die in euch ist.“ (1. Petrus, 3, 15)

Nach biblischem Verständnis lebt der Mensch als Geschöpf Gottes nicht in seiner eigenen Wirklichkeit, sondern konkret in dieser Welt und ist verpflichtet mit seinem Leben seinen Glauben zu bezeugen. Glaube und Leben sind untrennbar miteinander verbunden.
Das bedeutet auch, dass Christen gegenüber anderen ihren Glauben erklären und ihre Glaubensinhalte sprachfähig vermitteln sollen. Bildung im christlichen Sinne schließt also stets das Lernen, Verstehen und Bedenken der zentralen Inhalte des Glaubens mit ein.

„Es sind verschiedene Gaben; aber es ist ein Geist. Und es sind verschiedene Ämter; aber es ist ein Herr. Und es sind verschiedene Kräfte, aber es ist ein Gott, der da wirkt alles in allem“ (1. Korinther 12, 4-6)

Jeder Mensch hat Gaben und Talente, die ihn zu einem einzigartigen Wesen machen. Diese Gaben und Talente sollen sich zum Nutzen und zum Wohl der Gemeinde sowie der ganzen Gesellschaft entwickeln können, denn sie sind ein Geschenk Gottes.
Die Kraft des Heiligen Geistes befähigt die Menschen sich fortzuentwickeln im Glauben, in ihren Beziehungen, in ihrem Denken, Fühlen und Handeln und ihr Leben auf Vertrauen, Liebe und Hoffnung zu begründen.

Denn Bildung heißt nicht nur Nachdenken, Reflexion und Besinnung, sondern auch Freude und Lust am Leben und an Gottes guter Schöpfung. Denn der Mensch soll alle seine Sinne bilden. Emotionen, Leidenschaft und Lebensfreude sind daher untrennbar mit kirchlicher Bildungsarbeit verbunden.

„Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe.“ (Matthäus 28, 19-20)

In der Bibel zeigt sich der enge Zusammenhang zwischen Bildung und Mission. Indem Menschen sich bilden, sprachfähig werden sowie christliche Traditionen leben und weitergeben, greifen sie den Missionsbefehl Jesu auf, setzen diesen in unserer modernen Welt in Realität um und machen damit deutlich, dass Bildung immer auch eine missionarische Dimension hat, ein Stück Weg zu einer besseren Welt ist.